Vvn denen es besser ist zn schweigen. Kleine Zeitungsartikelnnd Notizen sind damals in den Dienststnndcn genug ge-schrieben worden.
Da meine Arbeiten auf der Bibliothek sich so flott undregelmäßig abwickelten, war ich meinen Vorgesetzten natürlichein erwünschter Untergebener. Ein angenehmer kann ich aber,wenigstens für Henke, nicht sagen. Ich hielt ihm zu strammauf Ordnung, z. B. im Aussuchen der Novitäten. Er wurdeauch gelegentlich eifersüchtig, wenn Professoren sich um Aus-kunft an mich wendeten, ob dieses oder jenes neue Buchschon angeschafft sei, oder aber, ob irgendwelche alte Büchervorhanden und nicht ausgesehen seien. Er machte dieser Stim-mung in halb scherzhafter, halb ärgerlicher Weise Luft. Erstellte mich einmal in einer Gesellschaft meinen Freunden alsdie Dorische Säule vor, auf der die Bibliothek ruhe; undsagte meiner Frau, sie beide müßten gut zusammenhalten, dasie mir doch parieren müßten. Doch das tat unseren per-sönlichen Beziehungen, die schon von meiner Studentenzeither datierten und durch den ältesten Sohn des Hauses, denspäteren bekannten Anatomen Wilhelm Henke, mit dein ichbefreundet war, noch nähere geworden waren, kaum Eintrag.