Der Staatenbund jenseits des Ozeans, genannt die „Ver-einigten Staaten von Amerika “, datiert aus dem Jahre 1776,den Tagen der Unabhängigkeitserklärung der vormals englischenKolonien.
Die ersten Münzgesetze, -welche der Kongreß der föderiertenStaaten erließ, reichen bis 1792 zurück. Ihre Entstehung fälltzwar noch in die Wende des 18. Jahrhunderts, voll und ganzin Wirksamkeit dürften sie indessen erst im 19. Säkulum ge-treten sein.
Während der kolonialen Periode, auch nach Überwindungdes sogenannten Tauschhandels (Authylismus), waren jene Gebietenoch immer mehr oder minder Geldprovinzen des Mutterlandes.Englische Münzen, Rechnungsweise und Werteinheit waren durch-aus vorherrschend. Von geschlossenen und gar selbständigenGeldsystemen konnte keine Rede sein. Erst nachdem das Eini-gungswerk der amerikanischen Staaten abgeschlossen und dienötigsten Organisationen geschaffen waren, strebte man danach,auch durch ein eigen-nationales Münz - und Geldsystem seineUnabhängigkeit England gegenüber zu bekunden. Seitdem alleinist es daher möglich, an Hand der für die ganze Union er-lassenen Münzgesetze den Gang der im Geldwesen vollzogenenEntwicklung einigermaßen sicher zu verfolgen.
Zudem leistet das Studium der Geld Verfassung des 19. Jahr-hunderts gerade das, worauf es uns ankommt. Es setzt uns näm-lich in den Stand, die heute in Amerika in Geltung befindlicheVerfassung des Zahlungswesens voll und ganz zu verstehen undbefähigt uns zugleich, seine mannigfachen Formen zu erklärensowie den einzelnen Arten ihre richtige Stellung im ganzenund untereinander anzuweisen.