III. Abschnitt 1861—1879.
DAS PAPIERGELD (STAATLICHES SOWIE DIENOTEN DER NATIONALBANKEN) IN VALUTARI-SCHER STELLUNG.
Leider sollten die geordneten Verhältnisse, zu denen mansich endlich durchgerungen hatte, nicht lange von Bestand sein.Kaum konnten sie recht zur Geltung gelangen, da brach derBürgerkrieg aus und brachte in seinem Gefolge Papiergeld invalutarischer Steilung. Und zwar hielt dieser Zustand auch nachBeendigung der Kämpfe noch verhältnismäßig lange, nämlichbis 1879 an.
1. DAS PAPIERGELD IN DEN NORDSTAATEN.
Der Gang der Ereignisse war etwa folgender: Man beab-sichtigte damals (1861) in den Nordstaaten zunächst sich durcheine Anleihe zu helfen. Dies schlug indes bei dem durch dieanfänglichen Mißerfolge geringen Kredit, den man im Auslandegenoß, fehl. Man sah sich daher genötigt, zu dem letzten nochbleibenden Mittel, der Ausgabe von staatlichem Papiergeld zugreifen. Die verschiedensten Versuche wurden in dieser Be-ziehung gemacht. Es wurden Schatznoten, die 5, ja sogar 6°/oZinsen trugen und eine bestimmte Fälligkeit besaßen, emittiert.Die 5°/oigen waren mit Coupons versehen. Die Folge war da-her: solange bis eine Zinszahlung fällig war, behielt man dieSchatznoten in seiner Kasse zurück. Erst dann traten sie indie Zirkulation ein, bis die neu aufgelaufenen Zinsen es wieder-um rätlich erscheinen ließen, sie aufzusammeln. Dies Spiel wieder-holte sich stetig und übte natürlich einen sehr störenden Ein-fluß auf Ausdehnung und Kontraktion des Umlaufes aus. Nicht