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Das Geldwesen Frankreichs zur Zeit der ersten Revolution bis zum Ende der Papiergeldwährung / von Hermann Illig
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SG

II. DIE PAPIERGELDWÄHRUNG.

politischen auch die wirtschaftliche Aufrichtung des Staates zuverwirklichen. Damit war ihm auch die Kraft gegeben, zueiner besseren Geldverfassung überzugehen und eine gedeihlicheGestaltung der intervalutarischen Beziehungen zu ermöglichen.

SCHLUSS.

Die staatliche Theorie des Geldes steht dadurch in Wider-spruch mit den übrigen Theorien des Geldes, daß sie einePapiergeldwirtschaft mit festem Wechselkurs als durchausmöglich anerkennt. Sie setzt dabei besondere Einrichtungeneines finanziell starken Staates voraus. Das Frankreich derRevolution war aber finanziell ganz zerrüttet, und namentlichzeigt uns die ganze Anlage der Assignaten ein für die Auf-rechterhaltung des Wechselkurses ungeeignetes System. Anstattdie caisse descompte zu einer Kationalbank zu machen, wieKecker es beabsichtigt hatte, anstatt in dieser Weise dieLeitung des Geldwesens Fachmännern in die Hand zu geben,schuf man Papiergeld mit vermeintlich hypothekarischerSicherheit.

Die Revolutionsmänner waren eben Metallisten; sieglaubten an das Münzpari und die Kreditnatur des Papiergeldes.Wir dagegen wissen, daß sowohl das valutarische Papiergeldals auch bei der Hartgeldwährung das valutarische Metallgelddem schwankenden Wechselkurs unterliegt und in beiden Fällenvon Kredit in diesem Zusammenhang keine Rede sein kann.Es fehlte an der zur Verwaltung einer Papiergeld Währungnötigen Erfahrung.

Kicht die übertriebene Assignatenemission rief eine Ver-teuerung der Lebensmittel und eine kommerzielle Krise hervor,sondern umgekehrt, letztere hatten die unmittelbare Folge, daßauch der Staat in Mitleidenschaft gezogen wurde und in eineFinanznot geriet, die ihm als Rettungsmittel die Ausgabe vonStaatsnoten erscheinen ließ. Die ungeschickte Geldpolitik führtedann zu einer maßlosen Vermehrung derselben mit denbekannten haltlosen Motivierungen und verschärfte nur die