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tragen, indem es ihm seine Verwendung als Münze entzöge!Ohnehin schon im Verdacht monometallistischer Tendenzenhätte man es angeklagt, den Vertrag nicht loyal auszuführenund thatsächlich die Doppelwährung zurückzuweisen, welchees vertragsmäßig angenommen habe."
„Ist je eine Klage über diese Prägungen in dem Schoofsder Union erhoben worden?" .... „Uebrigens haben wir dieMüuzen mit Waffengewalt der Circulation der anderen Unions-staaten autgedrängt? Sie sind in Folge freier Operationenund einzig und allein deswegen in jene Staaten übergegangen,weil es vortheilhafter war, diese Baarsummen zu erhalten alsdie Waaren, gegen welche man sie empfing."
„Wie kommt es, dafs wir im Verhältnil's zu unserer Be-völkerung mehr Münzen geschlagen haben als die anderenStaaten? Wir befanden uns in der eigentliiimlichen Lage,dal's wir in einem gegebenen Moment das einzige Unionslandwaren, welches Münzen prägen konnte. Italien unter derHerrschaft des Zwangscurses seit der Gründung der Union,hat denselben bis in die letzten Jahre behalten. Griechenland ist im Anfang dieses Jahres erst wieder aus demselben her-ausgetreten; Frankreich ebenfalls hat sich ihm unterziehenmüssen, wenn auch um sich bald wieder glänzend daraus zubefreien. So aber befanden sich grade in dem Augenblick,wo der Preis der Edelmetalle zur Münzuug des Silbers auf-forderte, drei der Unionsstaaten in der Unmöglichkeit dasselbezu prägen."
„Die Schweiz hat ein besonderes System angenommen,welches man den Müuzparasitismus nennen kann; sie hat denfremden Münzen gesetzlichen Umlaut gegeben, indem sie die-selben sich für ihre Bedürfnisse aneignete und sich beinahegänzlich aller Prägung enthielt."
„Es ist nicht zu verwundern, dafs Belgien , indem es alleinin dem Zustand blieb, welcher dem Text und dem Geist desVertrages entsprach, und allein also auch Münzen prägenkonnte, zu der Gesammtmasse der Union in einem sehr starkenVerhältnil's beigetragen hat. . . . Italien , d an k seinem Zwangs-