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Ulrich von Hutten
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Zilinngtll: Recht! (drückt ihm bieder die «and undgrüß: den sich verneigenden Ehisvres init einer Kopsbewegung;dann mir Schaumbnrg, Beriha nnd dem Gefolge in den Zsst-saal ab.)

tlnsslUi: Das ist doch noch ein braver, geraderMann!

Ehisvres: Wenn wir den nach Flandern stellen

he, he! Aber wir haben ihn »och nicht,ilaisaii: Uno das ist einer von denen, die der Papst

in der Reichsacht haben möchte!

(Von rechts mit großem Gesvlge Kaiser Karl V. und LrinzFerdinand. Nassau und Ehiövres treten zur Seite und ver-neigen sich.)

Karl (Nassau herbeiwinkend:) Nassau!

t!a!stui: Ich habe auf Euer Majestät gewartet.Wichtige Nachrichten

Karl: Gut! Laßt hören! (er winkt. Der Zug setztsich in Bewegung. Nassau und Chiovres gehen zu den Seiten,des Kaisers. Der Thürvorhang zum Festsanl wird von innenausgewogen. Im Hintergründe desselben erblickt man einenThronsessel. Alle Anwesenden haben sich in zwei Reihen auf-gestellt, zwischen welchen der Kaiser zum Thronsessel hindurchschreitet. Alle verneigen sich lies. Sobald die letzten des Ge-folges in den Festsaal eingetreten sind, schließt sich der Thür-vorhaug. Eine Weile bleibt die Bühne leer. Streitende Stimmenvon rechts. Ulrich von Hütten , ganz einfach gekleidet, trittauf. Einige Diener wollen ihn zurückhalten.

HutttN (stößt einen der Diener von sich:) Platz, Ge-Gesindel! Verdammtes Pack!

^il. Diener: Ihr dürft nicht hinein!UDiener: Bettelvolk können wir keins brauchen!Z>>3. Dienen Mach' er sich davon, oder er fliegt dieTreppe hinab!

Hutteil: Ist denn all' euer Verstand beim Teufel?!

Lumpenhunde!

1. Diener: Ihr seid nicht in der vorgeschriebenenKleidung.

Hütten: Zum Henker! Hat unser Herrgott euerHirn gesotten?! Was scheert mich eure Vorschrift?!