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Ulrich von Hutten
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Platz da, Affe! Und rufe mir einer denS ickin gen!

(Die Diener sehen sich verblüfft an.)

1. Diener (leiie: Den Sickingen? (lau::) Ihrmeint den Herrn F^ldlmuptmaun Franz von Sickingen ?

Hütte» i Ja, den meine ich! Spute Dich, duFratze!

2. Diener (freche) Was will er vom Sickingen?Wer ist er denn?

Hütten (ohrfeigt ihn:) Ein deutscher Reichsritter, Duausgeblasener Schuft!

(Der 1. Diener ab in den Fesriaal: die beiden anderen drückensich nach rechts.)

HlltttN (geht auf und ab: vor sich hinlachmd:'. Nicht inder vorgeschriebenen Kleidung!

iSickingen uud der Dieucr kommen aus dem Festsaale.)

Sickingen: Wer?

Diener: Der Herr dort! (ab.)

Hütten (aus Sickingen zueilend und iim umarmend:)Sickingen!

Sickingen: Hütten! Du!

Hütten: Erstaune, Alter! Ich bin h'ierher geflogen,um zu sehen, wie vor des Jahrhunderts größten SchurkenLicht und Dunkel ringen. Wie steht's, Sickingen? Er-leben mir ein ander Constauz?

Sickingen: Geduld, Freund! Wie's geht, dasweiß nur der Kaiser, uud der vielleicht nicht.(mustert ihn:) Aber wie kommst Du hierher! Zu desKaisers Fest in dieser Kleiduug? Hier gilt nurSeide, Gold uud Edelstein!

Hntte» (spöttisch:) Recht so! Das haben mir ebenschon ein paar Bedientensratzen gesagt! Hätte gute Lustgehabt, dem Geschmeiß die Knochen All zerschlagen.Nur schön spanisch. Wozu sind wir denn Deutsche!

Sickingen: Seit wann bist Du in der Stadt?

Hntteiu Noch kaum eine Stunde. Ich komme ge-raden Weges von Pavia . Ich vernahm, Luther sollesich hier vor Kaiser und Reich verantworten. Da hielt