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Ulrich von Hutten
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Huttcin Gott sei's gedankt! (Allgemeine Entrüstung.)Ja! Gott sei'S gedankt! Es geht euch endlich auf denPelz! Jetzt wehrt euch, ihr deutschen Löwen! Fegtdrein, wie ein Gewitter.

Schaiimtmt'g: Wehren müssen mir uns! Holmichder Teufel!

Sickingeiu Nur gemach! Der Kaiser bal noch nichtgesprochen.

Schnnmtinrg: Der Kaiser mag entscheiden wie erwill. Sie Haben's auf uns abgesehen. Kommen sienicht von vorne, kommen sie von hinten!

Fjirstrnlirrg'. Jawohl Sickingen! Sie möchten unsaus der Welt schaffen; besonders der Erz bisch os vonTrier , der

Schnnmlmrg: Der Lump! Der Weiberknecht!Hol mich der Teufel! Der Bande müssen wir ans denHals kommen, sonst brechen sie uns das Genicke

Zollern: Da kommen sie ja selber!

Schaiimvnrg: Die Pest! Jn's Gesicht sag ich'Sden Schuften!

(H. v. Nassau , Prinz Ferdinand, Aleander, Nichardvon Trier, Pbilipp von Hessen, Ludwig v. o. Pfalz mit Begleitung treten ans. Sickingen ist mit Hntlcn ganz inden Vordergrund getreten. Sie sprechen gedämpft mit einander.)

Sickingen: Ihm muß daran liegen, das; unserePläne gelingen. Er wird dadurch stark.

Hntten: Wir sollen für einen Spanier fechtendWir brauchen einen deutschen Kaiser. Lolch' eineschwarze Tyrannenseele!

Sickingen: Du kennst ihn nicht. Warte ab, wieer in Luthers Sache entscheidet!

Hütten: Sollte er wagen, ihn (bricht plötzlich ab

und wird aufmerksam auf die Worte der Reichsfürsten, welchesich gemächlichen Schrittes ihm nähern.)

rlasslM (gleichzeitig mit Beginn des Gespräches zwischen

Hütten und Sickingen!) Gebt Euch keiue Mühe, HerrLegat! Wir werden nach Recht nnd Gewissen ent-scheideil