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Ulrich von Hutten
Seite
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Üronlierg: Hoffet nicht! Schaumburg istbelagert; vielleicht hat er sich jetzt schon übergeben.Schloß Bergen ist durch Verrat iu die Hand desChurfürsten von Trier gefallen.

Hnttril (aufschreiend:) Dnrch Verrat?!

Kronberg: Durch Verrat. Der Thorwächterließ den Churfürsten mit allen seinen Leuten ein.

Hnttril (bebend:) War der Thorwächter der Ver-räter ?

Kronvcrg: Man vermutet. Aber das Sonder-barste ist: Frau von Bergen ist spurlos ver-schwunden.

Hllttt» «taumelt zurück; erstickt:) Alles klar!

Kroilvera,: Was habt Ihr?

HuttkN (sich fassend:) Nichts! Nichts!Siclniigrn: Und Bergen selbst?ürontirrg: Ward erschlagen.

(Lange, lautlose Pause.)

-Aiclüngrn (ruft Friedet zu sich, der im Hintergrunde mitden Landsknechten unterhandelt:) Friedel!

Hnttrn (gepreßt:) Laß stürmen!

SicKingni: Es geht nicht!

Hütten: Sickinge», laß stürmen! (wild:) Sturm! Sturm! Gib mir die Fahne! Stell' michgegen den Tod! Die Thore des Himmels treteich eilt!

Hickingtn (dumpf:) Sie stehen bei Alzen.Friedel!

Hntten: Wenn Du mein Freund warst und bist,sag: Stnrm! Sickingcn, Du tötest mich! Sag:Stur m!

Sickingcn: Faß' Dich!

Hütten: Ich habe gesündigt und gefrevelt! Sühnewill ich! Ich fliege Euch voraus! Der erste bin ichauf dem Wall! Fechten will ich wie die rasende Ver-zweiflung !

Sickingen (faßt ihn bei der Hand:) Armer Freund!_