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Ulrich von Hutten
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Sickillgeiu Die Jugend kennt kein Maß, Du willstbüßen für eine Schuld, die Dich nicht trifft. Ich badegekämpft für die Überzeugung meines Herzens, undwenn ich unterliege, fo ist's nicht Deine Schuld, Hütten! nicht Deine Schuld! Das ist der Gang derWelt- Ohne Opfer wird nichts großes errungen.

Hütte» (hüll sich mühsam-) Nicht meine Schuld!(Pause,)

Sickillgtin Ich bin ein alter Mann, ein Rittermit der Gichr in den Gliedern, Was kann ich nochleisten? Ich habe genug gewirtschastet auf GottesWelt. Hütten, hör auf mich! Verlaß uns! Anmir liegt wenig,

Hütten (ausbrechend!) Alles! Alles liegt an Dir!Keiner ist da, der Dich ersetzen kann, Wir haben esmit Krieg begonnen und mit Krieg müssen wir'S enden.Dein Name hat unser Heer stark gemacht, und wennes auch jetzt zerstreut ist, um Dich kaun es sich wiedersammeln.

Sickiiignu Ich bin nur ein Mann, nnr einer istan mir verloren. Und niemand ist unersetzlich. Dierechte Zeit gebiert den rechten Mann, Es werdenandere kommen, die an meine Stelle treten. ThuDu es!

Hlltttiu Ich?! Wer bin ich?! Ein Träumer,ein leerer Schwärmer, ein Poet! Dn bist der Mannder eisernen Thai, das Schwert, ich nnr das Wort.Mit Ideen und Begeisterung setzt niemand etwas durchin dieser Welt, wenn sie nicht ein mächtiges Schwertregieren. Ich bin geheilt von meinem Wahn. MitGewalt muß man die Menschen zu dem zwingen, wasihnen taugt. Ich bin geheilt, ibitter:) Die Kur warhart, (Paule,)

Sickillgeiu Vielleicht gelingt es Dir, mir Hilfe zubringen.

Hütten (düster:) Seit die Ebern bürg gefallen,ist alles entschieden.