HlltttN (drückt ihm lächelnd die Hand:) Willst Du michbekehren? — Euer Gott ist nicht mein Gott und EureWelt nicht meine Welt.
priori Du wirst — zu Gruude gehen — ver-zweifeln !
HlltttN (schwermütig:) Das werde ich!
Prior: Es gibt eines, dns Dich davor behütet!
— Wende Dich zu Gott zurück! Vertraue seinerGnade!
Hnttni: Laß das, Freund! Du weiß nicht, wieDu mich quälst.
Prior (immer eifriger:) Folge mir, Hntten! Lachenicht über meine Bitten! — Wärest Du damals meineinRat gefolgt, zu WorinS — — — es stünde andersmit Dir! — Nur fester Glaube rettet vor Verzweiflung,
istltttN (>st plötzlich unruhig geworden: noch ehe der Priorgeendet, beginnt er hastig:) Wie steht es draußen — mit
— mit — Zoll er»? — schon lang hab ich nichtsmehr gehört.
Prior : Prinz Ferdinand hält ihn gefangen.
Hnttrn (entsetzt:) Zollern gefangen!--
Und sickingen? — Du bebst! Du zitterst! — Erist tot!
Prior (dumpf:> Er ist tot.
Hllttt!I (ichreit aus: ganz fasfnugslo> stürzt er ans denPrior:) Sickiugen tot?! — Mensch! — Sickingenist tot?! — (taumelt nnd bricht ohnmächtig zusamm.'n. Blutquillt nuS Mnnd und Nase.)
Prior (wachsbleich; wankend:) Gott ! Was hab' ichgethan! (lnni schreiend:) Hilfe! — Hilfe! Hilfe!(kniet vor Hütten und beschäftigt sich um ihn:) Blut — D^l'rdes Hiininels! — Hilfe! — Hilfe!
CriSjlillNL (hat alle? erregt mit augehört. Jetzt kommt
er nach vorn. Wie er Hütten iu seinem Blut erblickt, bleibt
er erschrocken stehen: flüsternd:) Die Hand Gottes! (be-kreuzigt sich.)
F. Erich Helf, Ulrich von Hütte». 8