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Ulrich von Hutten
Seite
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All»»ra.,t bemerk, vmion!) Gott ! Da ist er!

Hnttril (mall lttcheiudi) freunde! Roch einmal freieLust! Mir ist so eng dort drinnen; dort taun ichnicht sterben. ,Vou Schnee gesül>rt kvnnnt er zu dersteinernen Vnnk und seht sich, Verklär! rnhcn seine '.'lu>ren uufder ^'nndschnit. feierliche Süll»)

Httttril lwcndct si/d zu Zwiugli: lief ergrisseu:) Reichtnur die Hand, Zwiugli! und Ihr, Schuegg!Jbr seid gute Menschen!

Ich dauk Euch! Mehr kann ich nicht.Sein, es geht mit mir abwärts! Ich fühle, wieder kalte Tod zu meinein Herzen heraufschleicht.Weinet nicht, Freuude! Er ist die Erlösung.

(nussteheud:) Ich war ein Jüngling von hohen? Sinn.Doch mein Geist sprang über die irdischen Schranken.Ich trieb ein verächtlich Spiel mit der Zeit, ohne mirdeß bewußt zu sein. Es gibt Menschen, die zu spät,und Menschen, die zu früh geboren werden, und beidegeben au sich selber zu Grunde. Der Keim der Ver-nichtung liegt in ihnen. Sie müssen den traurigstenSchisfbruch erleiden und drum verdienen sie Mitleidvon aller Welt.--

Ich bin zu früh geboren.--Wie ich all' meine

Pläne vernichtet sah, da zweifelte ich an der Wahrheitund Göttlichkeit meiner Ideale. Das war Sünde! Was ich gewollt, werden Jahrhunderte nach mirerreichen. Ich bin nicht umsonst gefallen. Einer mnßzuerst ans Land springen, und Protesilars fällt.Doch sein Tod verbürgt deu Sieg.

Ich grolle dem Schicksal nicht. Die schwarzenSeeleu klage ich an, die das Rad im Rollen ver-zögern. Aushalten können sie'S nicht. Aber der Wille

allein ist der Fluch!--Zwiugli---! «.sink, »mtt mit

geschlossenen Augen uns die Slciubnnk zurück.)

üminyli (bebend:) Das ist der Tod!

(Schncgg kniet betend. Die Sonne geht unter.)Hltttrn (schlügt die Angcn nun verklärt:^ Wie die Sonne

niedergeht! - O seht! Wie schön! Wie schön!