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münze ein. „Einführen" ist eigentlich nicht das richtige Wort,denn der Dukat war damals schon längst im ganzen Reiche imUmlauf, er wurde jetzt nur als Reichsmünze adoptiert. Nachder Reichsmünzordnung sollten aus der feinen Mark Goldes93 45 / m Cloldgulden und 67 6T / T) Dukaten geprägt werden. DieseFeingehaltsbestimmung wurde für den Dukaten in der Folgezeitüberhaupt nicht, für die Goldgulden erst 1737 geringfügig ge-ändert. Nach diesem beiderseitigen Feingehalt hätten
100 Dukaten = 137 1 7 25 Goldguldensein müssen.
Die Reichsmünzordnung valvierte jedoch den Dukaten auf1 11. 44 kr., den Goldgulden auf 1 fl. 15 kr. in Silber, und nachdieser Tarif!erung waren
100 Dukaten = 136 ! / a Goldgulden.
Die Dukaten waren also in dieser Tarifierung ungefähr2 / 3 Proz. unterwertet. Doch ziehen wir daraus noch keineweiteren Schlüsse, sondern nehmen wir an, es handle sich nurum eine kleine Ungenauigkeit!
Von höchster Wichtigkeit ist nun, wie sich in der Folgezeitdas Verhältnis von Dukaten und Goldgulden gestaltete. Ich be-merke nochmals, dass Iiis 1737 eine gesetzliche Änderung indem Feingehalt beider Geldsorten nicht stattfand.
Nach der schon erwähnten Valvationstabelle der Kauf-leute auf der Frankfurter Messe im Jahre 1585 ward der Du-katen auf 114 kr., der Goldgulden auf 82 kr. bewertet, Danachwären
100 Dukaten = 139'/ 41 Goldgulden
gewesen.
Nach der gleichfalls schon erwähnten Tarifierung der kaiser-lichen Kommission zu Frankfurt 1596 war der Dukat 110 kr.,der Goldgulden 80 kr. Daraus ergiebt sich:
100 Dukaten = 137 1 /, Goldgulden.
Im Jahre 1610 ergab sich im niedersächsischen Kreise dasVerhältnis:
100 Dukaten = 136 Goldgulden.Nach Überwindung der Kipper- und Wipperzeit, im Jahre1623, setzte Kursachsen den Dukaten auf 36 Groschen, denGoldgulden auf 30 Groschen, danach:
100 Dukaten = 120 Goldgulden.
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