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ungedeckte Notenumlauf dürfe keine Schwankungen im englischenGeldumlauf verursachen, sondern es dürften nur die auch beieinem reinen Metallumlauf unvermeidlichen Schwankungen ein-treten, — diese Theorie war massgebend für die wichtigstenBestimmungen des im Jahre 1844 zu stände gekommenen
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PeePsonen Bankgesetzes.
Diese Bankakte gestattete der Bank von England , ungedeckteNoten bis zu 14 Mill. Pfd. Sterl., metallisch gedeckte Noten nachBelieben auszugeben. Bei den Provinzialnotenbanken dagegenwurde die gesamte Notenausgabe beschränkt. Es wurde ihnender von der Regierung berechnete Durchschnitt ihres bisherigenNotenumlaufes zugewiesen mit der Massgabe, dass künftig ihreNotenausgabe im Monatsdurchschnitt diesen Betrag nicht über-schreiten dürfe. Die Summe dieser Notenrechte betrug 8,648,853Pfd. Sterl. 1 ).
Bei der Bank von England , welche die anderen Banken anWichtigkeit für das Geld- und Kreditwesen des Landes weit über-traf, war also ein System der festen und direkten Kontingentierungdes ungedeckten Notenumlaufs eingeführt.
Wir können es uns ersparen, auf eine Beurteilung der längstwiderlegten Currencytheorie einzugehen, aus welcher die Peelsaktehervorgegangen ist. Dagegen haben wir die Wirkungen derKontingentierung des Notenumlaufs ins Auge zu fassen.
Es gelang, in normalen Zeiten den ungedeckten Notenumlaufin verhältnismässig engen Schranken zu halten.
Unzweifelhaft trug die Unmöglichkeit einer Vermehrung desGeldumlaufs durch ungedeckte Noten zu der Vervollkommnungder übrigen Einrichtungen des Geldverkehrs bei, durch welchebares Geld erspart wird.
Schliesslich wurde die Bank, um gegenüber inländischenKreditbedürfnissen und Goldentziehungen seitens des Auslandesihren Barbestand aufrecht und ihren ungedeckten Notenumlaufinnerhalb des ihr zugewiesenen Betrages zu erhalten, mit zwin-gender Notwendigkeit zu der Ausbildung jener Grundsätze der