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Reichsbank eine wesentliche Steigerung erfahren, sondern ebensoauch die — ich möchte sagen „legitimen" — Schwankungen desGeldbedarfs.
Wir haben im ersten Abschnitt die Aufgabe des ungedecktenBanknotenumlaufs, dem Geldwesen eine gewisse Elastizität undSchmiegsamkeit sowohl gegenüber den regelmässigen als denausserordentlichen Veränderungen des Geldbedarfes zu verleihen,ausführlich behandelt. Es ist nun unmöglich, zahlenmässig aus-zudrücken, wie weit diese Elastizität des Banknotenumlaufs gehenmuss, wie weit er zusammenziehbar, wie weit er ausdehnbarsein muss. Aber, wenn wir die in Betracht kommenden Ver-hältnisse ins Auge fassen, so erscheint es uns sicher, dass seitder Begründung der Reichsbank die Ansprüche des regulärenVerkehrs an die Elastizität des Banknotenumlaufs grössere gewordensind, und zwar erheblich grössere. Folgende Tabelle erleichtertdie Ubersicht der in Betracht kommenden Momente:
Durch-
Spannung
schnittlicher
Maximum
Minimum
zwischen
ungedeckter
Grüsste
Maximum
Noten-
Kontingents-
und Minimum
Jahre
umlauf
über-
des
des
(§ 9 des
sclireitung
ungedeckten
Bank-
mit
.ungedeckten .Notenumlaufs
Noten-
gesetzes)
umlaufs
M.
M.
M.
M.
M.
1876—80
102 263 000
242 201 000
— 253 500 00 >)
267 551 000
(1.1. 1876)
(23. III. 1879)
1881-85
117 113 000
32 679 000
306 551 000
4 082 000
302 469 000
(31.XII.1884)
(31.XII.1884)
(15. III. 1883)
1886-90
73 943 000
109 478 000
396 058 000
— 170 630 000')
566 688 000
(31.XII.1889)
(31.XII.1889)
(1. VI. 1888)
1891-95
48 879 000
148 283 000
441 683 000
— 177 764 000')
619 447 000
(31.XIL1895)
(31.XII.1895)
(23. II. 1895)
Diese Übersicht zeigt, dass im Durchschnitt von je 5 Jahrender ungedeckte Notenumlauf erheblich abgenommen hat, während
! ) Überdeckung des Notenumlaufs.
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