Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
35
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sänne besetzten aus der Erörterung ausschieden.Italien wolle diese Inseln nicht behalten, sei aber ge-bunden und müsse sie den Türken zurückgeben.

Nach Schluß der Sitzung wurde noch die Frage er-örtert, ob es sich nach Erledigung unseres Pro-grammes, wozu nötigenfalls noch in nächster WocheSitzungen anberaumt werden sollen, empfehle, unsereBeratungen sine die zu vertagen mit dem Bemerken,daß Sir Edward Grey uns wieder berufen werde, wenneine Notwendigkeit dafür vorläge, oder aber ob eszweckmäßig sei, um den Eindruck einer Uneinigkeitzwischen den Mächten zu vermeiden, die Vertagungvon 14 zu 14 Tagen eintreten zu lassen. Letztere Auf-fassung vertrat namentlich Herr Cambon, erstere SirEdward Grey . Während mehrere meiner KollegenHerrn Cambon unterstützten, bin ich für die Auf-fassung Sir Edward Greys eingetreten, da ich es nichtfür praktisch halte, Sitzungstermine anzusetzen, dieman nicht einzuhalten gesonnen ist. Angesichts etwaeintretender wichtiger Ereignisse würde dies erstrecht geeignet sein, Aufsehen zu erregen und Miß-deutungen hervorzurufen, Sir Edward Grey betonteaußerdem, daß er keinesfalls beabsichtige, weiterhinSitzungen abzuhalten, teils weil er auf Urlaub gehenwolle, teils weil Sir Arthur Nicolson auch abwesendund nach seiner Rückkehr zu beschäftigt sein würde,um Zeit für Botschafterversammlungen zu erübrigen.

Ich habe schließlich mit Sir Edward Grey verein-bart, und dieser Auffassung ist nachträglich auch HerrCambon beigetreten, daß eine Verlautbarung erfolgensoll, die feststellt, daß wir nach Erledigung der unsgesetzten Aufgaben uns bis auf weiteres vertagthaben, um wieder zusammenzutreten, sobald die Not-wendigkeit hierzu sich einstelle. Hierdurch ist dergrundsätzliche Weiterbestand der Vereinigung als