Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
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nügen, um uns trotz aller griechischen Freundschafts-bezeugungen, die der Macht der Tatsachen gegenübersich eintretendenfalls als wertlos erweisen werden, zuveranlassen, uns Ansprüchen gegenüber ablehnendzu verhalten, die auf eine allzu große SchwächungBulgariens hinzielen.

AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 8. 8. 1913

B ei der heutigen Sitzung erregten die letztenösterreichischen Vorschläge über die südalbanischeFrage nur hinsichtlich der die Kutzowalachen be-treffenden Bestimmungen Bedenken. Es wurde hier-über ein neuer Vorschlag vereinbart, der die Fest-stellung der Grenze selbst den Mächten überläßt aufGrund der von der Kommission gepflogenen Er-hebungen, und wonach nur die den Kutzowalachen zugewährenden Vorrechte einer Vereinbarung zwischenRumänien und Griechenland anheimfallen.

In der Inselfrage konnte kein Beschluß gefaßtwerden, da Marquis Imperiali ohne Weisungen war.Herr Cambon teilte mit, daß zwischen Herrn Pichonund Herrn Tittoni eine Vereinbarung stattgefundenhabe.

Nächste und letzte Sitzung Montag.

Lichnowsky.

AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG

London , 8. 8. 1913

U ber die heutige Sitzung wurde der nachstehendeBericht aufgesetzt:

Der französische Botschafter berichtet der Ver-sammlung von einer Unterredung zwischen Herrn

4 Lichnowsky II

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