beantworten dürfe, worauf Sir Edward Grey ant-worten ließ, es stehe der portugiesischen Regierungfrei, zu erklären, was sie für gut finde.
Lichnowsky.
H alte baldige Beantwortung der Note Sir E. Greysvom 11, Januar über koloniale Fragen dringend er-wünscht. Erfolgreicher Abschluß dieserVerhandlungen würde die Stimmung lei-tender Kreise weiter verbessern, län-geres Zögern aber könnte leicht zu Miß-deutungen und Verstimmungen führen.
Lichnowsky.
AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG
I ch hatte soeben auf dem Foreign Office eine Be-sprechung mit Sir Edward Grey über die Frageder portugiesischen Kolonien, der auch der Kolonial-sekretär Mr. Lewis Harcourt beiwohnte. Zunächstbrachte ich in Gemäßheit der mir erteilten Weisungendie Zusatzartikel zur Sprache, welche uns als Er-gänzung des von der englischen Regierung aus-gearbeiteten Vertragsentwurfs wünschenswert er-scheinen.
Die Zugrundelegung der Stanfordschen Karte vonAfrika erregte keine Bedenken. Was Kabinda be-trifft, so behielten sich beide Minister eine endgültigeErklärung vor, da ihnen das Gebiet unbekannt zu seinschien.
In Artikel II stimmten sie der Streichung derWorte „or Likungo" und ,,or Luzhella" zu.
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