Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

beantworten dürfe, worauf Sir Edward Grey ant-worten ließ, es stehe der portugiesischen Regierungfrei, zu erklären, was sie für gut finde.

Lichnowsky.

AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 3. 3. 1913

H alte baldige Beantwortung der Note Sir E. Greysvom 11, Januar über koloniale Fragen dringend er-wünscht. Erfolgreicher Abschluß dieserVerhandlungen würde die Stimmung lei-tender Kreise weiter verbessern, län-geres Zögern aber könnte leicht zu Miß-deutungen und Verstimmungen führen.

Lichnowsky.

AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG

London , 20. 3. 1913

I ch hatte soeben auf dem Foreign Office eine Be-sprechung mit Sir Edward Grey über die Frageder portugiesischen Kolonien, der auch der Kolonial-sekretär Mr. Lewis Harcourt beiwohnte. Zunächstbrachte ich in Gemäßheit der mir erteilten Weisungendie Zusatzartikel zur Sprache, welche uns als Er-gänzung des von der englischen Regierung aus-gearbeiteten Vertragsentwurfs wünschenswert er-scheinen.

Die Zugrundelegung der Stanfordschen Karte vonAfrika erregte keine Bedenken. Was Kabinda be-trifft, so behielten sich beide Minister eine endgültigeErklärung vor, da ihnen das Gebiet unbekannt zu seinschien.

In Artikel II stimmten sie der Streichung derWorteor Likungo" und ,,or Luzhella" zu.

79