diese Inseln nördlich des Äquators liegen und daherzur französischen Interessensphäre gehörten. Über-haupt ist man in Paris über die zunehmende Innig-keit unserer Beziehungen mit England verstimmt, undmögen wohl Rücksichten auf französische Empfindlich-keiten bei der Bereitwilligkeit Sir Edwards, von einerVeröffentlichung jetzt abzusehen, mitgespielt haben.Der bevorstehende Königsbesuch wird hiernachunseren Wünschen in dieser Richtung förderlich ge-
wesen sein.
Lichnowsky.
VON JAGOW
London, 7. 3. 1914
ie Sie aus meiner Berichterstattung wissen, ist
Wdie portugiesische Angelegenheit vorläufig imSinne Ihrer Wünsche erledigt worden. Es erübrigtsich daher für mich, auf die Einzelheiten Ihres Briefesvom 26 . v. Mts. näher einzugehen, obwohl ich nichtmit allen Ausführungen vollkommen übereinzustimmenvermag. Ob es nun freilich gelingen wird, die Ver-öffentlichung überhaupt zu verhindern, ist eine andereFrage, die sich vorläufig noch nicht übersehen läßt,und zunächst wird Grey jedenfalls auf die Veröffent-lichung nicht zurückkommen, und zwar, wie ich an-gedeutet habe, teilweise aus Rücksicht auf französischeEmpfindlichkeiten. Ist aber der Besuch in Paris ein-mal vorüber, und ist es ihm gelungen, die Franzosenüber unsere Abmachungen zu beruhigen, so halte iches nicht für unmöglich, daß er alsdann darauf zurück-greift. Ich sehe auch nicht recht ein, wie wir, nach-dem schon so viel in der Öffentlichkeit von diesenAbmachungen die Rede gewesen ist, und der HerrReichskanzler im Reichstage davon gesprochen hat,auf die Dauer über den Inhalt unserer Vereinbarungen
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