Nachlassen in der Schiffsbauindustrie bemerkbarmache, würden die rückständigen Kriegsschiffsbautensofort in die Hand genommen werden, und diese auto-matische Steigerung hätte das Gute, daß sie denWerften eine ständige Beschäftigung garantiere. Mr.Churchill fuhr dann fort, es sei keine Aussicht vor-handen, daß die Ausgaben für die Marine sich in Zu-kunft würden herabsetzen lassen, wenn nicht derscharfe internationale Wettstreit ein Ende nehme. Vonallen Ländern sei wohl England am besten in der Lage,diesen Anforderungen zu genügen, denn in keinemanderen Lande sei so viel Reichtum aufgehäuft, undEngland brauche auch nicht wie die kontinentalenLänder ein großes stehendes Herr zu unterhalten, undes könne, ohne die Lebenshaltung der ärmeren Klassenzu verteuern, seine Steuern noch leicht ausbauen. Abertrotzdem England keine Schwierigkeiten hätte, Geldund Leute zu beschaffen, so müßte doch die bedauer-liche Unsinnigkeit dessen, was in der ganzen Welt ge-schehe, selbst den Unverständigsten so klar sein, daßeine gemeinsame Anstrengung, diese Unsinnigkeit an-zuhalten oder wenigstens abzuschwächen, als eines derwichtigsten Ziele anzusehen sei. Es stände aber glück-licherweise noch ein Ausweg offen, der keinen Ein-fluß auf die relative Stärke der Flotten hätte. Warum,frag er, sollen wir nicht für ein Jahr wenigstens inder Konstruktion von Schlachtschiffen eine Pausemachen? Dies sei die Frage, die er schon voriges Jahrangedeutet habe, und die er jetzt wiederhole. DieserVorschlag bedeutet keinen Verzicht auf irgendeine ge-plante Marineorganisation oder Flottenvermehrung, erwiderspreche auch keinem Flottengesetz, könnte zukeinem Mißverständnisse Anlaß geben und würde denFinanzen aller Länder zugute kommen. Dieser Appellsei an alle Länder gerichtet, aber an keines in einer
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