TTT
minister vorbrachte, möchte ich darauf verzichten,auf diesen Teil der Rede näher einzugehen. Ich willnur anführen, daß Herr Churchill hervorhob, daß Eng-land und Deutschland sich bei der Aufstellung derbeiderseitigen Bauprogramme einer weisen Mäßigungbefleißigten. Er erwähnte, daß Großadmiral vonTirpitz sich im Reichstage kürzlich in diesem Sinnausgesprochen habe. Es wäre an sich möglich ge-wesen, die englischen Neubauten früher fertigzustellen,als es nunmehr vorgesehen sei; die Regierung habesich aber für eine langsamere Durchführung des Bau-programms entschieden, weil der Ausbau der deut-schen Flotte sich nicht so schnell vollzogen habe, alser vor zwei Jahren angenommen habe.
Im zweiten Teile seiner Rede ging Herr Churchill auf die politischen Fragen ein, die bei der Aufstellungdes neuen Flottenprogramms mitgesprochen haben.Er hob hervor, daß die Regierung nach wie vor andem Grundsätze festhalte, daß die englische Flotte,soweit Schlachtschiffe in Betracht kämen, eine Über-legenheit von 60 Prozent über die nächststärkereSeemacht haben müsse. Dieser Grundsatz sei jedochnatürlich in keiner Weise bindend und schließe vorallem dem Auslande gegenüber keinerlei Verpflich-tung in sich. Was im übrigen die Frage anlange, obdie von den Dominien gestellten Schiffe bei Auf-stellung dieses „ 60 -Prozent-Standards“ mitgezähltwerden sollten oder nicht, so beabsichtige dieRegierung nicht, diese Frage auf theoretischemWege zu lösen. Sie werde nach wie vor beider Durchführung ihres Bauprogramms lediglich vonpraktischen Gesichtspunkten ausgehen. Vor zweiJahren sei in Berücksichtigung der deutschen Bau-pläne ein englisches Flottenprogramm aufgestelltworden. In der Zwischenzeit sei die „New Zealand“
190