für den Dienst in den heimischen Gewässern verfüg-bar geworden, die „Malaya“ sei der englischen Re-gierung zum Geschenk gemacht worden, und es seidie Rede davon gewesen, daß Kanada ebenfalls zurVergrößerung der Reichsflotte beitragen werde; dasenglische Bauprogramm habe hierdurch keine Verände-rungen erfahren, da die Regierung nach reiflicherÜberlegung zu der Überzeugung gekommen sei, daßfür eine solche Änderung kein Bedürfnis vorliege.
Eine besondere Berücksichtigung verdiene aller-dings Englands Stellung im Mittelmeer . Im Jahre 1912sei das englische Kabinett zu der Ansicht gekommen,daß die englischen Interessen im Mittelmeer durchdas bisher dort stationierte Kreuzergeschwader nichtin genügendem Maße geschützt würden; es sei daherbeschlossen worden, spätestens Ende 1915 einSchlachtschiffgeschwader für das Mittelmeer inDienst zu stellen. Diese Maßnahme sei hauptsächlichdeshalb getroffen worden, weil die Regierung es fürdringend nötig gehalten habe, daß England ganz selb-ständig für den Schutz seiner bedeutenden Interessenim Mittelmeer Sorge tragen müsse und zum Schutzedieser Interessen in keiner Weise irgendwelche außer-gewöhnlichen Verpflichtungen eingehen dürfe. DieAdmiralität habe die nötigen Vorbereitungen für dieIndienststellung eines entsprechenden Geschwadersgetroffen. Da das kanadische Flottengesetz nichtdurchgedrungen sei, sei im vergangenen Jahre mit demBau von drei in dem Bauprogramm von 1913/14 vor-gesehenen Schiffen acht oder neun Monate früher be-gonnen worden, als dies ursprünglich beabsichtigtgewesen sei. Da auch in diesem Jahre mit der An-nahme des kanadischen Flottengesetzes nicht zurechnen sei, so werde man erneut zu dem im vorigenJahre angewendeten Aushilfsmittel greifen, wenn auch
191