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2 (1927)
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Manöver auszuführen hätten. Endlich sollten die Do-minien in ihren heimischen Gewässern Kleine Kreuzerzum Schutze des Handels stationieren. Wenn danndie Dominien zu gleicher Zeit Schlachtschiffe für dasReichsgeschwader stifteten, so werde erreicht werden,daß in den Dominien das Interesse für die Flotte ent-wickelt und zugleich für die Schaffung einer einheit-lichen, allen Dominien zugute kommenden Streitmachtgesorgt würde.

Am Schlüsse seiner Ausführungen hob Herr Chur-chill mit Nachdruck hervor, daß für England die Er-haltung seiner Überlegenheit zur See eine Lebens-frage bedeute. In anderen Ländern fielen der Flotteweit weniger wichtige Aufgaben zu als in England .Die englische Flotte habe nicht nur fast ausschließlichdie Verteidigung des Landes zu übernehmen, sie habeauch den sehr ausgedehnten Handel des Mutterlandeszu beschützen, das nicht einmal seine Bevölkerungaus eigener Kraft ernähren könne. Nur indem es aufeine starke Flotte hinweisen könne, sei England im-stande, sich des ungestörten Besitzes seiner über-seeischen Kolonien zu erfreuen, bei der Regelunginternationaler Fragen ein gewichtiges Wort mit-zusprechen und in wirksamer Weise zur Erhaltung

des Weltfriedens beizutragen.

Lichnowsky.

AN DEN STAATSSEKRETÄR DES AUSWÄRTIGEN AMTES

VON JAGOW

London, 10. 5. 1914

les, was Sie über Flottenbesuch pp, schreiben,

Xiist mir aus der Seele gesprochen. Nur keineTheaterkoups, die sind den Engländern auch höchstzuwider. Überhaupt liegt eine gewisse Gefahr darin,daß man bei uns leicht zu viel will. Man wünschtkeine Verbrüderung hier, die in Paris verstimmen

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