mung gefunden und ohne chauvinistische Regungen;das sei seiner dortigen Tätigkeit besonders zustattengekommen.
Er schien von dem Ergebnis der Reise außer-ordentlich befriedigt zu sein, weniger aber von derinneren Lage. Keinesfalls werde man mit den Wahlenangesichts der sich häufenden Schwierigkeiten biszu nächstem Jahr warten; die Auflösung des Hausessei daher in nicht zu ferner Zeit zu gewärtigen.
Lichnowsky.
AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG
London., 29. 4. 1914
I n der gestrigen Unterhaussitzung wurde an SirEdward Grey die Anfrage gerichtet, ob ihm bekanntsei, daß jüngst die Forderung aufgestellt worden sei,die Mächte des Dreiverbandes sollten sich militärischenger zusammenschließen im Hinblick auf ein Zu-sammenwirken auf dem Kontinent unter gewissenUmständen, und ob die Politik Englands noch immerauf dem Grundsätze der Freiheit von allen Verpflich-tungen, sich in militärische Unternehmungen auf demKontinent einzulassen, fuße.
Sir Edward Grey beantwortete den ersten Teil derAnfrage in verneinendem Sinne. Bezüglich des zweitenTeiles verwies er auf eine vom Premierminister am24. März v. Js. abgegebene Erklärung, die er als auchjetzt noch zutreffend bezeichnete. Lichnowsky.
AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG
iS guter Quelle erfahre ich, daß die Aussprache
Jrx .zwischen Sir Edward Grey und Monsieur Dou-mergue sehr zur Befriedigung des ersteren ausgefallenist. Eine Vertiefung des bisherigen Einvernehmens,
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