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2 (1927)
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Es bestehe heutzutage, so heißt es weiter in demArtikel, große Bereitwilligkeit in England , im poli-tischen Verkehr mit Deutschland die Vergangenheitruhen zu lassen und auf der Grundlage freimütigerOffenheit neu zu beginnen. Dies werde gerade durchsolche anmaßende Auslassungen, wie die ProfessorSchiemanns, erschwert.

Ob England für oder gegen Deutschland sei, müsseganz von dem Verhalten Deutschlands abhängen. Eindeutscher Angriff auf Frankreich müsse logischer-weise England auf Frankreichs Seite finden. Hingegenglaube man in England nicht, daß man Frankreich zueinem Angriff auf Deutschland ermutigen solle. DasInterese der Selbsterhaltung fordere es im Falle einessolchen Angriffs nicht, Frankreich Unterstützung zuleisten.

Der Artikel derKreuz-Zeitung hat hier inweiteren Kreisen sehr unangenehm berührt und dürfteeher geschadet als genützt haben. Lichnowsky.

AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG

London , 12. 6, 1914

estern wurde im Unterhause von ministerieller

VJSeite an die Regierung die Anfrage gerichtet, obGroßbritannien und Rußland jüngst ein Marine-abkommen abgeschlossen hätten, und ob Verhand-lungen zwecks Abschluß einer solchen Vereinbarungunlängst zwischen den beiden Ländern stattgefundenhätten oder gegenwärtig im Gange seien.

Sir Edward Grey nahm in seiner Antwort Bezugauf ähnliche im Vorjahre an die Regierung gerichteteAnfragen, Der Premierminister habe damals, so fuhrSir Edward fort, geantwortet, es bestünden für denFall des Ausbruchs eines Krieges zwischen euro-

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