-er Provisionen in Anrechnung kommen. Immerhin gehtaus den Ltrafbestimmungen des Vertrages hervor, daß mandas Gesamteinkommen des neuen Leiters auf mindestensM. 6o ooo,— veranschlagte, seine Werberrast für die Heran-ziehung von Passagieren also hoch einschätzte. Lm Uebrigenbedeutete dieser Vertrag auch, daß die Packetfahrt nunmehrihr Passagegeschäst, das bisher die Zirma Volten für sie geführthatte, in eigene Regie übernahm, und eine eigene Passageab-teilung gründete. Das war eine große und wichtige Neuerung, dienur dadurch möglich war, daß die Gesellschaft in Ballin eineKapazität auf diesem Gebiete gewann, während z. B. derNorddeutsche Llopd sein Iwischendecksgeschäst niemals in eigenerRegie sondern immer durch Vermittlung eines Generalagenten,der Zirma Mißler, betrieben hat.
Wenn es aus dem Gange der Verhandlungen zwischenCarr und Packetfahrt auch nicht bereits ersichtlich wäre, würdeaus diesem Vertrag zweifellos deutlich hervorgehen, daß dererst 29jährige Inhaber von Morris L Co. sich in zwölfjähri-ger Arbeit eine überragende Stellung im Hamburger und einebedeutende Stellung im gesamteuropäischen Auswanderer-geschäft und damit in einem überaus wichtigen Teile desganzen Reedereigeschäfts erkämpft hatte. Die von den ver-einigten Anion-Carr-Linien gestellte Bedingung spricht um somehr dafür, da aus dem Briefwechsel zwischen Edward Carr und Ballin nicht zu ersehen ist, daß Ballin seinerseits etwadiese Bedingung gestellt oder auf sie hingearbeitet habe. Esist vielmehr darin immer nur die Rede von einer mäßigenHeldentschädigung für Morris L Co. für den Fall einer Ver-