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einzelnen Teile zu zerlegen, dann werden wir nach dem Kriege politischauf sehr schwachen Beinen stehen, und dieser Zustand müßte natur-notwendig auch seine trüben 2(hatten werfen auf den Wiederaufbauder deutschen Volkswirtschaft."
Gegen die Pläne der Übergangswirtschaft wurdeauf Veranlassung von Ballin in Hamburg im Lämmer 1918ein besonderer Vorstoß unternommen, indem die Mitgliederdes Reichstages nach Hamburg eingeladen und ihnen indrei Vortragen die hanseatischen Ansichten in dieser Fragevorgetragen wurden. Am Schluß dieser Tagung faßte Ballinin einem Trinkspruch noch einmal kurz seine Anschauungenzusammen. Sie enthalten, ebenso wie die obige Denkschrift,vieles, das sich, auch an den Erfahrungen der jüngsten Ver-gangenheit nach dem ungünstigen Kriegsausgang gemessen, alsrichtig erwiesen hat. Ballin führte aus:
„Dem Dank, welchen der Präses der Handelskammer heute mittagIhnen zum Ausdruck brachte, und der nach den vortrefflichen Vortragen,welche wir gehört haben, die überaus freundliche Rede des Herrn Vize-präsidenten des Reichstages, Geheimrat Dove, auslöste, diesem Dankmöchte ich auch an dieser Stelle Worte verleihen. Ich möchte es aus-sprechen, wie aufrichtig und freudig wir es anerkennen, daß die Ver-treter des deutschen Volkes in so großer Zahl unserer Einladung zudieser Tagung in Hamburg Folge geleistet haben. Sie haben es getanin der Erkenntnis, daß alle Fragen, welche mit dem Wiederaufbau derdeutschen Friedenswirtschaft zusammenhängen, Fragen sind, die — vomersten bis zum letzten — jedes Mitglied des deutschen Volkes eng be-rühren. Sie haben es auch getan in Sympathie für die alte Freie undHansestadt Hamburg, die mehr wohl als jede andere deutsche Stadt ander Last dieses Krieges zu tragen hat. Sie taten es sicherlich aber auchaus der Erkenntnis heraus, daß Hamburg und seine Lchwesterstadt au