ANMERKUNGEN ZU KAPITEL IV, 33 -V, 2
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33 Leon Battista Alberti: Deila famiglia, vgl. Girolamo Mancini: Vita di Leon Bat-tista Alberti. Firenze 1882.
Was wir bei Niccoli angetroffen haben in seinem Tadel gegen den jungen Pazzi, dastreffen wir wieder bei Alberti, die Anschauung: per gentiluomo che sia di sanguesenza lettere non sarä mai se non rustico reputato. (L. B. Alberti, Op. volg. vol. ir,pag. 101.
34 De re ux. 73, 13.
35 Ähnlich verhält es sich auch bei Leonardo Giustiniani . Fenigstein (ZüricherDissertation, Halle 1908, m) äußert sich darüber:
«Die Frauen erwähnt Leonardo in seinen Briefen nirgends, weder Mutter noch eigeneGemahlin. Vielleicht folgt er darin der venezianischen Sitte seiner Zeit, die Frauen mitStillschweigen zu übergehen. Doch dürfen wir das eine nicht übersehen, daß uns ebennur die lateinischen Briefe erhalten sind; also Briefe, die schon im voraus für die Nach-welt bestimmt waren. Es scheint mir nun aber undenkbar, daß man sich in einer vene-zianischen Familie, in der das Venezianische tägliche Umgangssprache war, nun wirk-lich in der intimen Korrespondenz eines fremden Idioms bedient hätte. Wir müssenvielmehr annehmen, daß alle venezianischen Briefe, die rein familiären Charaktertrugen und deshalb nicht für die Nachwelt zur Aufbewahrung bestimmt waren, baldnach Empfang vernichtet wurden.» Auch die Frauen der Familie Francesco Barbaroswaren des Lateins mächtig, wie der erwähnte Brief Barbaros an seine Tochter Con-stanza beweist.
36 Ep. Barb. ed. Quir. Appendix, pag. 115.
37 Bernardo Giustiniani an Ludwig XI. in Bettinelli, Risorgimento d'Italia. Bassano 1786, pag. 25. Vos enim memores latinas litteras ab Italis aeeepisse, Italis etiamdesignavisti collegium amplum.....
38 Vgl. Marie-Josephe Pinet: Christine de Pisan (1364—1430). Paris 1927.
39 Vgl. Marie Luise Gothein: Eberhard Gothein: Ein Lebensbild. Anhang 2. Stutt-gart 1930.
*° Lud. Bertalot: Eine humanistische Anthologie. Dissertation. Berlin 1908.Wie Eyb sammelt auch der Freisinger Domherr Johannes Heller ital . Humanisten-briefe, darin fünf Stücke an und von Barbaro; siehe Register dort.Wie eine Zitatensammlung aus Barbaro: De reuxoria aussieht, zeigt: Perugia : Bibl.communale Cod. Ci, 118, fol. 27 v — 28 v .
Hec a F(rancisco) Barbaro Veneto latina facta sunt. Voran gehen andere antike Zitate.Duellus qui primus Rome navali certamine triumphavit Iliam virginem duxituxorem . . . dicere non potest.
Martia Catonis filia minor cum quereretur ab ea . . . semel nubit.
Dido Pygmalionis soror multi auri et argenti pondere . . . devolavit incendium.
Certe quanto honore romanas p. virgines . . . solitus est.
Indi ut omnes pene Barbari uxores pulcherrimas habent (Gattenverbrennung mitder Leiche des Gemahls) nuptias non requirit.
41 Petrus Paulus Vergerius: Paulus , comoedia ad iuvenum mores corrigendos; ge-druckt in Wiener Studien 1901.
Vgl. Creizenach, Geschichte d. neueren Dramas 2 Bd. 1. Niemayer 1911, pag. 535fr.
KAPITEL V
1 Barbaro sammelte seine Briefe in der Mußezett von 1450 an, bevor er zum Pro-kurator von San Marco erwählt wurde. Vgl. Quir. ep. B. pag. 157. Die neapolitanischenGesandten Puggio und Panormita antworten Barbaro auf die Dedikation seiner Brief-sammlung an König Alfonso d'Aragona. Auch bei Ant. Panhormita epist. Venetiis1553, fol. ii7 v .
2 Ed. Quirini Diatriba cclvi und Sabbadini : Storia e critica di testi latini pag. 54.