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Francesco Barbaro : Früh-Humanismus und Staatskunst in Venedig / Percy Gothein
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ANMERKUNGEN ZU KAPITEL V, 21 - 30

von Florenz wegekelte, so daß Guarino erbost auch eine Invektive gegen ihn schleu-derte; publiziert A 3346. Die darin angegriffene angeblich von Niccoli herrührendeSchrift über die Orthographie soll aber nach Sabbadini nicht ihn als Urheber haben (?),vgl. C 25.

21 Bruni an Poggio. Ep. Bruni ed. Mehus.

22 Poggio an Barbaro. Rom, 25. Sept. 1426. Poggii ep. ed. Tonelli 1, pag. 197.

23 Martene et Durand Iii 584 epp. A. T. xvn, 22.

24 Martene et Durand Iii 5 61 epp. a. t. xvii, 3; Mehus,Vita Ambr.Traversarii, pag. 3 84.Hac innixus mente ac rogatu Francisci Barbaro patr. ven. transcribere moliebatur inhoc tempore Nicolaus Niccolus (vide Mehus üb. vi ep. vm, col. 284) graecaslitteras Pandectarum ex vetustissimo exemplari quod in florentino palatii veterisadservatur gazophylacio totaque maxime Europa celebratum est.

Vgl. dazu Brockhaus Konversationslexikon: Pandekten oder lat. Digesten der Haupt-teil des Corpus iuris, welcher die aus den Schriften der römischen Juristen abge-schriebenen Stellen wiedergibt. Der Text ist hauptsächlich durch eine Hs. aus demvii. Jahrhundert überliefert, die berühmte florentina, welche sich ursprünglichin Pisa befand, weshalb ihre Lesart als littera pisana bezeichnet wurde, späternach Florenz kam und sich noch dort (in der Laurenziana) befindet. Auf ihr beruhtvornehmlich der Text der heutigen Ausgaben, namentlich der von Mommsen als Teildes Corpus iuris.

Erst Ende des xv. s. wurde der griechische Text ins Lateinische übersetzt durchden Humanisten Angelo Poliziano.

25 Poggius Florentinus: De avaritia in den Opera Basileae 1538.28 Ep. Barbari pag. 1, eod. loc. pag. 4.

Ignominia etiam notandi sunt illi Germani, qui clarissimos viros quorum vita adomnem memoriam sibi commendata esse debuit, quantum in se fuit, vivos diuturnotempore sepultos tenuerunt. Quod si imprudenter factum est, quid neglegentius ? Siex sententia quid crudelius ?

Nicht überall waren aber die alten Codices so schlecht verwahrt wie in St. Gallen.Als Poggio auf seiner vierten Streife bis nach Köln gelangte (im Sommer 1417), trafer dort zwei Dombibliotheken an, von denen ihm aber nur die jüngere zugänglichwar, wo er den größten Fund, die verschollenen ciceronianischen Reden machte.Walser: Poggius Florentinus, pag. 58, bemerkt dazu: Zwar konnte er die ehrwürdigeBibliothek, die der Minister Karls des Großen, Erzbischof Hildebald am Ende des8. und zu Beginn des 9. Jahrhunderts angelegt hatte, wegen der Abwesenheit desKustos nicht benützen und mußte sich an den Wunderdingen begnügen, die man ihmdavon erzählte: ein doppelter Beweis, daß es mit der schlechten Hut und der Ver-achtung, welche die «deutschen Barbaren» den Büchereien ihrer Vorfahren zuteilwerden ließen, nicht so arg bestellt war.

27 Ep. Guar. A 15 2, 44.

28 Ep. Barbari pag. 6.

29 Poggius Florentinus, Oratio in funere card. Zabarallae. Poggii opera Basileae 1538,pag. 252.

30 Konstanz, Herbst 1417, Poggio an Barbaro ed. A. C. Clark in The Classical Reviewxra, London 1899, pag. 125:

linquo crudeles terras et littus avarum

quaeroque patriam alio sub pole iacentem

et penitus toto divisos orbe Britannos.Nam de gratulatione pontificis quod erat in primo capite epistolae (sc. Barbari) nonadmodum laboro. Iucunda est mihi quidem propter rem publicam, nam si privatarespicio malo vivat ut inquit ille Augusto. Zu dieser Anspielung bemerkt Clark: Thereference as Prof. Sabbadini points out to me is to the saying of Tiberius (Sueton