ANMERKUNGEN ZU KAPITEL V, 31-40
363
Galba iv) vivat sane, ait, quando id ad nos nihil pertinet. Poggio is purposely usingguarded language, which would be intelligible to bis correspondent.Chi ne vuole piü.... Wer mehr haben will, der mag nur fischen — mein Netz ist ge-rissen I Diesen italienischen Ausruf hat Walser a. a. O., pag. 46, Anm. 4, aus den vonClark nicht benutzten Handschriften beigefügt.
31 Walser, Poggius (ineditum), pag. 428 (teilweise auch bei Clark a. a. O.); Mantua,Herbst 1418, P. an Fr. B. (in der orthographisch nicht berichtigten Schreibweise): Herireddite sunt mihi tue et Guarini littere, ex quibus id quod animus vester postulabatcognovi vos sane commotos propter novum consilium meum verentes ne disperationemei curiam relinquam. Sed liberabo vos hac solicitudine. Idem sum qui fueram. Vale.
32 Vgl. Walser: Poggius, pag. 73.
33 Ep. Pog. ed. Tonelli, pag. 57, 60.
34 Poggio traf die Bücher halb verschimmelt und vermodert in den Gerümpelkam-mern der Klöster an. So entriß er in Cluny dem baldigen Untergang einen Cicero-kodex, in dem zwei in Italien noch unbekannte Reden (pro Roscio Amerino und proMurena) standen. Diesen halb verrotteten Band schickte er an Niccoli, wo ihn Barbarosah und selbst eine Abschrift davon nahm und Guarino nach Venedig brachte. Dieserschrieb zur ersten Rede einen Kommentar; in der Einleitung steht folgender Satz an-läßlich einer Lücke im Texte: Wiederum fehlt nicht ein kleines Stück des Textes, wasvon der Aufbewahrung und der Altersschwäche des Exemplars herrührt, das der sehrgelehrte Poggio uns von den Galliern zurückbrachte, der zu unserer Zeit der Finderdieser Rede und der andern pro Murena war. Wie aber der sehr erlauchte und gelehrteFranciscus Barbaras zu sagen und zu beklagen pflegt, hatte er in Florenz die Schriftdes Exemplares so erblindet gefunden, wo diese Rede aufgezeichnet ist, daß er aufkeine Weise an diesen Stellen ein Wort entziffern konnte. Lassen wir übrigens dasKlagen. Seht eher zu, was ihr habt, als daß ihr beweint, was ihr nicht habt.
Cf. La gita di Francesco Barbaro in Sabbadini, Storia e critica di testi latini, Catania 1914, pag. 29.
35 Rom , 13. Nov. 1423, ep. Poggii ed. Tonelli 1, pag. 95; sonst noch mehrfach ge-druckt, z. B. ep. Guar. A 384 und Quir. Diatriba xxxm.
38 Darüber handeln die Briefe (Quirini) pag. 22—27 aus dem Jahre 1418 und Diatriba
cxvmi sq.
37 Ep. Guar. A 132. Venedig, 2. Febr. 1417.
38 Venedig, 4. Okt. 1417, ep. Guar . A 151, Guarino an Traversari.
(13) Amor noster ille integerrimus, cuius iacta sunt a virtute fundamenta nec augeturverbis nec comminuitur silentio. Ad haec cum egregia quaedam mihi cum Barbarofamiliaritas et antiqua consuetudo eo dedueta sit, ut solo videamur diferre nomine&OTS %a uiv o(j!)[j.aTa 8uo, ty|V oe ijiuy^v [u'otv tlvai, quiequid ab eo scriptum, a mequoque scriptum arbitror. Nihil enim interesse censeo suis a me aut meis a se litteraemanibus describantur. Quae cum ita sint, multotiens a te mihi et a me tibi missaslittcras intelligas velim.
Vgl. Zielinski: Cicero im Wandel der Jahrhundertc 1912, pag. 201.Traversari und Guarino Wiederholung des Urbildes Cicero—Atticus (Ciceros Theorieder Freundschaft im Laelius und seine Praxis in den Atticusbriefen).«Hatte Guarino die ketzerische Ansicht geäußert, unter Freunden sei ein Briefwechselnicht nötig, so wurde er von Traversari eines Besseren belehrt: das sei zwar ein stolzes undphilosophisches Wort, aber gar zu hoch und eher kastilianisch als ciceronianisch zu benen-nen : < du weißt ja,wie lästig jenem Manne die Schweigsamkeit abwesender Freundewar».»
39 Vgl. C 88.
40 22. Nov. 1418. Guarino an Ant. Corbinelli, ep. Guar . A 214.
Nach längeren Ausführungen zugunsten von Ehe und Frauen, die auf Barbaros Werkfußen, schließt Guarino ab: (48) Vides igitur nuptias ab divinis institutis approbari,