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bescheiden. Hat doch schon Cicero im Hinblick ans die zahl-losen Rninenstädte der Insel ausgerufen: Hern iros lroinun-culi e>ui iirckiAirainur, 5i c>uis irostrum interne ant occisusest, c^unin uno loco tot oppickornin cackaveru prosectasaceant!
Die erste größere Arbeit, die ich wieder übernahm, wardie Herstellung eines Reisehandbuches für Sizilien für dieBädekersche Sammlung. Im Sommer l865, den ich nochin Messina als Gast der mir nahe befreundeten FamilieSarauw verbrachte, habe ich die unendliche Masse von No-tizen über Sizilien, Tunis und einige Routen Unteritaliensin 21/2 Monaten zu Papier gebracht. K. Bädeker der Jün-gere holte dann das Manuskript ab, auf Grund dessen erdann selbst in Sizilien reiste und die Wirtshäuser inspizierte.
Am 28. August 1865 verließ ich darauf Sizilien, um dieReise durch Italien nach der Heimat anzutreten. Ich hattemich schon von Messina aus um die zweite erledigte Stellean dem Kasseler Staatsarchiv gemeldet, eine Stelle, die damalswie alle Archivar-stellen in Kurhessen so ziemlich als Sinekuregalt. Da die zweite Stelle so besetzt worden war, daß dadurchdie dritte frei wurde, meldete ich mich um diese, erhielt aber keineAntwort. Um so langsamer konnte ich meine Reise nach demNorden fortsetzen. Ich besuchte zunächst Neapel und dessennähere und entferntere Umgebung, bestieg den Besuv, dermir gegen den Ätna etwas winzig vorkam, Jschia usw.Über Caserta und Moutecnssiuo, wo ich einen hessischen, vonHaus aus protestantischen Landsmann traf, der seit 1897Abt des weltberühmten Klosters geworden ist, und den da-maligen Fürstabt Tosti kennen lernte, ging es nach Rom. Dort verbrachte ich in der Cnsa Tarpea einen glücklichenHerbstmonat. Wenn es regnete, las ich I. Burckhardts Kulturder Renaissance. Durch meine hessischen Landsleutc, die Ma-ler und Bildhauer JlMe, Kanpert, Gerhard und Ludwigin die Küustlerkreise eingeführt, lernte ich Böcklin, Dreber,Schöpf und andere kennen und spielte manchen Abend in