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ausourckRui en Trance?" verwenden konnte, erkannte ihm dieAkademie doch den Preis', für seine Arbeit zn und hob na-mentlich hervor, daß diese trefflich geschrieben sei. Hier, woHillebrand sich ganz frei bewegen konnte, zeigt er sich alsonach dem Urteile von Kennern als der französischen Sprachevollkommen Meister geworden, wahrend er selbst noch nichtmit der Form zufrieden war, in der er dem französischen Publikum das ausgezeichnete Werk eines unserer ersten Phi-lologen über die griechische Literatnrgeschichte zugänglich ge-macht hatte. Namentlich sprach er sich über seine eigene,350 Seiten umfassende Einleitung, zu demselben hart aus.In ihr hatte er versucht, seinen neuen Landslcnten nicht nurdas Leben O. Müllers zn erzählen und eine gelehrte Charak-teristik seiner umfassenden wissenschaftlichen Tätigkeit zn geben,sondern denselben auch in einen: „^.per^u kristori^ue cke lapliilolo§:e" die Entwicklung der deutschen Altertumswissenschaftund deren Grundsätze näher zn bringen gesucht. Aber geradediese Arbeit nennt er in einem Brief an einen französischen Freund 1884 ihrer Form nach rrmuvume, eiriputee und hebthervor, daß sein Buch geschrieben gewesen sei, ehe er durchdie Schule von Ed. Berlin (von: „Journal des Debats ")und F. Buloz (von der „Revue des deux Mondes "), denener dafür immer dankbar geblieben, hindurchgegangen sei.Aber ich glaube fast, daß Hillebrand sich auch in dieser Be-ziehung zu streng beurteilte. Jedenfalls ist die Arbeit selbstvortrefflich. Der Neuherausgeber und Fortsetzer des Werkesvon O. Müller, der Straßbnrger Professor E. Heitz, der auchdie französische Form wohl zn beurteilen versteht und alsoder kompetenteste Richter zur Sache ist, sagt iu der Vorredezur dritte:: deutschen Ausgabe über unser Werk, nachdem erhervorgehoben, daß die italienische Übersetzung nichts Eigen-tümliches biete: „Vorzüglich ist dagegen die französische vonHillebrand, die sich durch eine Reihe wertvoller Zugaben, haupt-sächlich eine Studie über O. Müller selbst, auszeichnet". Eingrößeres Lob könnte der Arbeit eines Mannes, der sich nie-