4. DIE AEG GEFÄHRDETE GOLDWÄHRUNG USW.
73
Jahre, ja Jahrzehnte hinaus blieb trotzdem die Möglichkeit,solches Geld überhaupt zu schaffen, bestehen. Man besaß jaMassen von Barrensilber, das man kraft der oben genanntenGesetze gekauft hatte. Diese brauchten zu diesem Zwecke nurin Dollars ausgeprägt zu werden. Wirklich wurde vom Jahre1896 ab ein nicht unbedeutender Teil des Shermansilbers (1896bis 1900 62 Millionen Dollars) in dieser Weise ausgemünzt.Ja, als dies den „Silberleuten“, die wieder einmal mehr Machterlangt hatten, nicht schnell genug ging, setzten sie am 13. Juni1898 ein Gesetz durch, demzufolge der Schatzsekretär ange-wiesen wurde, monatlich den stattlichen Betrag von 1500 000Dollars ausprägen zu lassen.
Das einzige, was man tat, um die Menge des akzessorischenGeldes zu verringern, war: Man zog die Schatznoten von 1890zurück. Aber auch das war nur eine scheinbare Abnahme, dagleichzeitig bestimmt wurde, es solle dem Einzug der Notenentsprechend der gleiche Betrag des ungemünzten im Schatz-amte liegenden Silbers iu Dollars ausgeprägt werden. Es tratdamit an Stelle des notalen Geldes mit papierenen ein solchesmit silbernen Platten. Das war der ganze Unterschied. Wes-halb tat man das? Warum entäußerte man sich nicht einfachdes überflüssigen Silbers und kassierte die Noten? Allem An-scheine nach geschah das lediglich deswegen, weil man dengroßen damit verbundenen finanziellen Verlust nicht tragenwollte. Er betrug nach Hepburn bereits im Oktober 1894 (Americanbankers Association ) für die Gesamtheit des unter beiden Aktengekauften Silbers Pfd. 464 260 263. Überdies dürfte eine gewisseScheu, seine Fehler einzugestehen, mitgewirkt haben. Manfürchtete, solche Maßregel vertrüge sich nicht mit dem Ansehendes amerikanischen Staates, nachdem er erst soviel für dasweiße Metall getan habe.
4. DIE ARG GEFÄHRDETE GOLDWÄHRUNG WIRD DURCHEXODROMIS CHE EINGRIFFE GESCHÜTZT.
Wir sehen also, die 1893 ergriffenen Maßregeln versprachenin Wirklichkeit nur einen verhältnismäßig geringen Erfolg. Und