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Das Geldwesen Frankreichs zur Zeit der ersten Revolution bis zum Ende der Papiergeldwährung / von Hermann Illig
Entstehung
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1. DIE BANKNOTENWXHRUNG BIS APRIL 1790.

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der königlichen Domänen und der konfiszierten Güter Geist-licher, die bis zu höchstens 400 Millionen livres veräußertwerden sollten.

Die Assignaten waren verzinsliche Staatsobligationen;sie wurden vom Staat in Zahlung genommen vorzugsweisebeim Verkauf der Nationalgüter. Zwangskurs hatten sie nicht.Gingen sie auf Grund der genannten Einnahmen ein, so solltensie nach einem bestimmten Modus verbrannt werden und zwarso, daß die letzten im Jahre 1795 vernichtet werden mußten.Nach der ursprünglichen Absicht des Gesetzgebers sollten sieauf diese angeblich sehr vorteilhafte Weise in absehbarerZeit aus der Welt geschafft werden. Zunächst wurden davon170 Millionen an die caisse descompte gegen ein Darlehenausgehändigt; eine weitere Ausgabe erfolgte nicht.

Aus unseren Ausführungen über die Banknotenwährungergibt sich tabellarisch betrachtet folgende Einrichtung desGeldwesens:

Beziehungen zum

Funktionelle Unterschiede

Metall

Goldarten

pla-

gene-

dro-

des An-nahme-

der Ein-

der Be-

tische

tische

mische

Zwangs

lösbarkeit

handlung

keine

valu-

Banknoten

Papier

notal

Hylolepsie

Kurant-

tarisch

Louis von 48, 24, 12 livres

Ecus ,, 6 und 3

Gold

bar

Hylolepsie

geld

definitiv

akzes-

Silber

Scheide-

sorisch

Stücke 24, 12 und 6 sous

», 2 1 V*

Billon

notal

keine

geld

31 3? 1) V 2 Ir V 4 33

Kupfer

Hylolepsie

Die Banknoteuwährung hatte im Sommer 1789 begonnen;schon im Laufe des Jahres 1790 mußte sie der Staatsnoten-währung weichen.