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Kapitel 1.
So gehört zu Breitenau die Annexe Kaltenbrunn (Froide-Fontaine); zu Grube: Noirceu, Rouhy, Scblingoutte und einTheil von Schnarrupt; zu Laach Charbes mit Blanc noyer,zu Urbeis ein Theil von Schnarrupt und Weinberg oderClimont, am Fusse des Climontkegels auf einer an Alpen -scenerien erinnernden Matte gelegen.
Ich halte es nunmehr für nöthig, einiges statistischeMaterial über die einzelnen Ortschaften beizubringen, daszwar etwas trocken ausfallen wird, das aber für denjenigen,welchem im Laufe der Untersuchung der eine oder andereOrt besonders interessant erschienen ist, oder der die dor-tigen Verhältnisse genauer kennen lernen will, doch wichtiggenug erscheinen wird. Wer letztere Absicht nicht hat,möge die folgenden Zeilen überschlagen.
1. Thannweiler
hat nach der Volkszählung von 1880 74 Häuser mit 82Haushaltungen und 360 Seelen.
Einen wie grossen Procentsatz der Bevölkerung dieHaus weher ausmachen, konnte genau nicht festgestellt wer-den, da die der allgemeinen Volkszählung entnommenenZahlen aus dem Jahre 1880 stammen, die statistischen Datenüber die Hausweber aber von mir erst 4 ] /4 Jahr später ge-sammelt wrnrden sind. Allein die Veränderungen in der Ein-wohnerzahl sind von Jahrfünft zu Jahrfünft so gering, dass diehierdurch entstehenden Fehler nicht sehr gross sein dürften.
In Thannweiler habe ich 27 Weherfamilien mit 153Hausgenossen gefunden. Dies macht 32,9% sämmtlicherHaushaltungen und 42,2 % aller Bewohner aus.
Im Weilerthal kommt es nicht selten vor, dass die Ge-markungen der Gemeinden, durch Bäche begrenzt, bis in einanderes Dorf hineinreichen. Lassen sich auf dem dort be-findlichen Theil Leute häuslich nieder, so gehören sie zwarihren socialen Verhältnissen nach unbedingt zu den Gemein-den, hei welchen sie sich thatsächlich befinden, ihrer Ver-waltung nach aber zu den Gemeinden, auf deren Gemarkungihre Häuser stehen. Dies bringt manche Unzuträglichkeiten