DIE WEBEREI IM WEILERTHAL.
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berg (29), Breitenbach und St. Petersholz (28), Thannweiler(27), Triembach und Weiler (26). In letzter Reihe stehenSt. Martin (18) und Erlenbach (9).
Den grössten Procentsatz aller Haushaltungen bildendie Weberfamilien in den drei Berggemeinden des vorderenThaies. Gereuth (48,3%), Diefenbach (64,6), Neukirch (63,7),ferner in St. Moritz , einer Thalgemeinde des vorderen Thaies,(58,2 °/o) und in Laach im südlichen Winkel des hinterenThaies (59,9%). Zwischen 30 und 40% weisen auf dieGemeinden Thannweiler, Bassenberg, Breitenau, Grube, Steige;Meisengott hat 42,5 %. Zwischen 15 und 30% zeigenTriembach, Urbeis, St. Petersholz und St. Martin. Am ge-ringsten ist die Weberbevölkerung vertreten in Breitenbach(10,8%), Weiler (9,3%) und Erlenbach (4,7%).
Die Gesammtzahl der Weberfamilien beträgt 923, welchezusammen 4400 Hausgenossen haben. Da die Zahl allerHaushaltungen 2552, die aller Thalbewohner 12 880 beträgt,so bilden die Weber 31,4% der ersteren und 34,5% derletzteren.
Man kann also sagen, dass ungefähr der dritte Theilder Weilerthaler Bevölkerung der Weberei angehört.
Das äussere Verhältnis nun, in welchem diese Weberzu den Fabrikanten stehen, ist vollständig das von Arbeiternzu Arbeitgebern. Die Hausweber haben, wie das bei andernHausindustrien 1 häufig vorkommt, weder selbst für die Be-schaffung des Rohstoffes, noch selbst für den Absatz desFabrikates Sorge zu tragen, noch haben sie selbst die Artdes Fabrikates zu bestimmen. Sie erhalten vielmehr vomFabrikanten ein bestimmtes Quantum Garn, und müssendieses zu einem bestimmten Gewebe verarbeiten, welches siegegen Ausbezahlung des nach dem Stück berechneten Lohnesan den Fabrikanten wieder abzuliefern haben. Zweierleiunterscheidet sie nur von Fabrik- und Atelierarbeitern. Siearbeiten in der eigenen Wohnung und am eigenen Webstuhl.