LANDWIRTSCHAFT UND VIEHZUCHT.
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Grube ?
Laach 107,48 ha.
Meisengott 15,93 „
St. Moritz 0,00 „
St. Martin 8,10 „
Neukirch 2,50 „
St. Petersholz ?
Triemhach 50,58 „
Thannweiler 0,00 „
Steige 74,79 „
Urbeis 51,83 „
Weiler 4,10 „
Diese den Gemeinden gehörigen Güter werden nunentweder den Bürgern unentgeltlich überlassen oder ver-pachtet. Ersteres geschieht in Breitenbach, Urbeis , Steige,und für das erste Bebauungsjahr in Erlenbach. Jeder, derzur Zeit der Vertheilung eine eigene Feuerstelle hat, erhältein Loos. Die Yertheilung derselben geschieht durch einVerfahren, welches die Forderungen der Gleichheit und Ge-rechtigkeit mit den Rücksichten auf individuelle Wünsche ingeschickter Weise vereinigt. Es werden nämlich die Loosewie in den Haubergen nicht an die einzelnen Berechtigten,sondern eine Anzahl zusammenliegender Theilstücke wird aneine Gruppe von Berechtigten, eine Rotte von 5—10 Mannverloost. Diese können dann die erlangten Theilstücke nachBelieben unter sich vertheilen, ein Verfahren, welches aller-dings das Vorhandensein grosser nachbarlicher Freundschaft-lichkeit zur Vorausetzung hat.
In den anderen Gemeinden, sowie in Erlenbach für daszweite und dritte Bebauungsjahr werden die Krüter in Par-zellen von durchschnittlich 15 bis 20 ar Umfang an denMeistbietenden versteigert. Die hierbei erzielten Pachtzinsesind sehr verschieden und schwanken je nach Lage undBodengüte des Looses von 20 Mk. bis zu 20 und 10 Pfg.Es ist leicht begreiflich, dass es vorzugsweise die Armen sind,welche von der Möglichkeit, ein zwar schwierig zu bearbei-tendes, aber billiges Stück Land zur Bebauung zu erlangen,ausgiebigen Gebrauch machen. Den begüterten Bauern liegt