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stehen wir, wollend oder nicht, vor einem Bruch der Unionund seinen Folgen. Werden nun die Unzuträglichkeiten, dieman fürchtet, so beschaffen sein, wie man verkündet?Gewissen Aeufserungen zu Folge würden die Handels- undFinanzbeziehuugen in die gröfste Verwirrung gerathen. Eineentsetzliche Störung käme in die Wechselcurse, und manschildert folgendermafsen, was zu gewärtigen sei. Man setztvoraus, dafs sich in Frankreich eine enorme Circulation vonbelgischen Fünffrankenstücken befinde. Man schätzt sie auf465 Millionen, also beinahe ebensoviel, als überhaupt seit 1830in Belgien geprägt wurden, und nun denkt man sich, dafs inFolge des Bruchs die Bank von Frankreich , welche schoneinen grofsen Theil der belgischen Stücke besitzt, sie alle an-sammeln wird. Nach Abzug der französischen Stücke, dieman auf 165 Millionen taxirt, nimmt man an, dafs wireinen Saldo von ungefähr 300 Millionen zu zahlen habenwürden. Nun läfst sie die Bank nach Brüssel transportiren,sie zahlt sie der belgischen Bank ein, und danach wäre siemit einer Tratte von 300 Millionen, auf Sicht in Belgien zahl-bar, versehen. Wie nun könne Belgien einer solchen Even-tualität widerstehen? Welche Unruhe, welches Unglück würdeentfesselt werden? und da überläfst man sich der Jammcr-klage.
Nun, wenn die Sache so verlaufen soll, so haben wir garnichts von ihr zu befürchten. Gut also, man schicke 300 Mil-lionen in Fünffrankenstücken nach Belgien . leb denke mir,einige Unkosten werden damit verbunden sein, das wäre einerster Verlust. Man zahlt diese 300 Millionen bei der Bankein, die sie als Depositum annimmt, und nun besitzt man eineTratte auf Belgien . Wenn man auf dem Pariser Platz 300 Mil-lionen Sichtwechsel auf Belgien zu verwerthen hat, so denkeich mir, dafs solche Tratten beträchtlich im Preise sinkenwerden, und der Pariser Verkäufer dieser Tratten wird nocheinmal einen hübschen Verlust zu tragen haben. Nun kommtendlich der Käufer nach Belgien und verlangt die Zahlung