Zweyter Abschnitt. Von den Urtheilen. 157
^ '5- 19.
Gegenstand der logischen Reflexion diebloße Form der Urtheile.
Da die Logik von allem realen oder objectivenUnterschiede des Erkenntnisses abstrahirl: so kann siesich mit der Materie der Urtheile so wenig als mit demInhalt? der Bi'gnffe beschäftigen. Sie hat also le-diglich den Umerschied der Urtheile in Ansehung ihrerbloßen Form in Erwägung zu ziehen.
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5- 20.
Logische Formen der-Urtheile: Quantität,Qualität, Relation und Modalität.
Die Unterschiede der Urtheile in Rücksicht aufihre Form l^en sich ans die Vier Hauptmomcnte derQuantität, Qualität, Relation und Mo-dalität zurückführen, in Ansehung deren eben ssviele verschiedene Arten von Urtheilen bestimmt sind.
§. 21.
Quantität der Urtheile: Allgemeine, Be-sondre, Einzelne. '
Der Quantität nach sind die Urtheile entwederallgemeine, oder besondre, oder einzelne;je nachdem das Subject im Urtheile entwedsr ganzvon der Notion des Prädikats eist- oder ausgeschlos-sen, oder davon zum Theil nur ein- zum Theil
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