Ausgabe 
(10.1.1822) 10
 
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Der größte Theil soll, wie es heißt, nachHause zurück gekehrt seyn. Die nämli-chen Briefe wollen wissen, der Pfarrer Merino sey wieder in der Rioxa an der Spi-tze einer starken Bande erschienen, welche nicht so leicht auszurotten seyn dürfte/«ls jene von Navarra und Biscaya.

London , den 9.Jan.

Nach Briefen, die man hier aus Zante vom 21. Nov. erhalten hat, befindetsich der bekannte Gordoll auf dieser Insel in Quarantäne, und will nach deren Be-endigung über Neapel nach England zurück kehren. Wir haben Briefe aus Thes-falonich vom 24. Nov., welche die Einnahme von Kassandra durch die Türken nachlangem und blutigem Gefechte bestätigen. Die Griechen hatten so sehr auf ihreUeberzahl gerechnet, daß sie eine große Zahl ihrer Frauen und alles ihr Kostbarstesin der Stadt verwahrt hatten. Die Türken haben sich nach Einnahme derselbender graulichsten Ausschweifungen schuldig gemacht. Das Morning Chroniclesagt, England werde eine Observationseskadre in das mittelländische Meer schicken.Der Kurier hat diese Nachricht nicht widersprochen.

Petersburg, den 23. Dez.

Der Winter hat sich bey uns noch nickt eingestellt; wir sind am 28. Dez. nochim Herbsie, ein in unserm Klima beynahe unbekanntes Phenomen. Die Verbin-dungen sind durch diese Unregelmäßigkeit der Jahreszeit sehr gehemmt. InderPetersburger Hofzeitung liest man:Es giebt Personen, die mit Bestimmtheitden baldigen Untergang des türkischen Reichs voraus sagen. Sie betrachten denEinfall der Perser in Armenien als eine Folge größerer Kombinationen. Sie weis-sagen eine nahe bevorstehende große Bewegung in Egypten, dessen Pascha, wie siesagen, sich die Königskrone aufsetzen, Palastina und Phönicien wegnehmen , undein neues R eich der Ptolomäer gründen wird." _ _

Es ist am 19. Dez. 1821 ein mit der Post aus Leipzig an die Herren I. Louisund Comp. in Berlin mit 40 Stück Wiener 100 fl. Loose von der Anleihe von 1820 ge-richteter rekommandirter Brief durch einen Unbefugten von dem kdnigl. Postamre zuBerlin avgefodert worden. Die Numern erwähnter Loose sind : Stück 1. Serie 261.Nro.67,689., Stück 29. Serie654. Nro. 169,897. bis mit 169,925., Stück 1. Se-rie 685. Nro. 178,066., Stück6. Serie 702. Nro. 182,507. bis mit 182,512., Stück z.Serie 750. Nro. 194,745. bis mit 194,747. Es wird Jedermann vor dem Ankaufdieser Loose gewarnt, und demjenigen, der an Herrn Joh. Lorenz Schazler in Augs-burg Auskunf t giebt, eine Belohnung zugesichert. Augsburg, den 18. Jan. 1822.

Es werden in einer Messingfabrik 2 Messingdratzieher gesucht. Hiezu tauglicheSubjekte können sich melden bey _ Joh. Ferd. Schmid.

Da ich vermöge hohen Magi'stratsbeschluß den Dienst als Tauf-, Hochzeir-und Leichensagerin erhalten habe, so gebe ich mir die Ehre, dieses dem hohen Adelund verehrungswürdigen Publikum hiemit bekannt zu machen, und mich zugleich unterVersicherung pünktlicher Bedienung zu geneigtem Zuspruch zu empfehlen.

Barbara Albornin Wittwe Lit. A. Nro.6iz. an der Schlossermauer_nächst dem mittlern neuen Gang.

Donnerstag den zi. Januar Mittags 11 bis 12 Uhr wird der Laden nebst Woh-«ung Lit. B. Nro. 2. an den Meistbietenden versteigert werden. Sollte aber früherein Liebhaber den Kauf aus freyer Hand abschließen wollen, so darf man nur deßwe-gen mit dem Eigenthümer in Unterhandlung treten. _

Vergangenen Freytag als den 18. dieß Monats ist von der Kapuzinergasse, dieHauptstraße herunter bis zum Gogginger Thor ein Brabanter Spitz verloren worden.Der redliche Finder wird ersucht, ihn gegen ein angemessenes Douceur in das Haus«n der St. Anna - Mauer Lit. D. Nro. 242 . zu bringen. ____

Sowohl im Wirthshause zum goldenen Adler in der untern Stadt, als auch aufdem Obsimarkc sind sehr gute, gedörrte, schwarze Würtemberger Kirschen das Pfundzu 16kr. zu verkaufen. Beylage.