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Ulrich von Hutten
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und Gedichte, die Du selbst geschrieben, hast Du mirvorgelesen, — die Thränen kamen mir manchmal indie Augen — — (wieder innehaltend, schaut sie Hntten mitglänzenden Angen nn: in seinen Blick verloren:) Wie wir zu-sammen von Freiheit schwärmten; wie wir uns eineglückliche Zukunft ansdachteu und ausmalten-, wie Dumir all' Deine großen Pläne vertrautest — von einemgroßen, einigen Vaterland?, wo es nur einen Kaisergiebt —

Hntten: Gretchen, das alles soll werden!— (innig:)Stütze Dn mich, gieb' Du mir Kraft!

Margarethe: Wie wir gegen den Papst eifertenund die tückischen Wälschen! — Es war damals so schön,Ulrich, so schön!

Hntten (ist aufgestanden:) All' meine Pläne werdenWirklichkeit. Ich kann sie nicht länger in mir herum-tragen. Sie müssen aus mir heraus! Und sie müssensich ersüllen! An ihnen hängt mein alles, sie sind mein

Leben! Wenn sie scheitern--. (lacht wild auf.) —

— Aber sie scheitern nicht! Stark genug bin ich, dieSterne vom Himmel zu reißen. — Gretchen, Du glaubstan mich, glaubst au meine Berufimg, so fest, wie ichselbst. Du bist mein Pol, bei Dir finde ich Rückhaltund Kraft, das Große zu vollführen, an dem meineganze Seele hängt. — Werde Du mein Weib--!

Margarethe (zusammenzuckend mit fürchterlichem Lachen:)Ulrich! — Dein Weib?! (preist vie Hände vor die Augen.)

Hntten (erschrocken:) Was ist Dir?! — Gretchen?!

Margarethe: Kannst Du Ehen lösen?

HlltttN (erbleichend:) Was — heißt das?

Margarethe: Ich bin verheiratet!

Hntten (zerschmettert:) P er h eir at et?! — Ver-heiratet?! — Margarethe, was hast Du gethan?! —Margarethe —! — (zornig ausfahrend:) An die Brusthast Dn Dich mir geworfen, hast mich geküßt und bist

^ (drohend, sie beim Arm packend:) Weib —!

Margarethe: Erbarmen, Ulrich! — Verfluch michnicht! — Du hast auch Schuld daran!