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Ulrich von Hutten
Seite
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HllttM: Ich!! — (lacht heiser und gezwungen,)Margarethe (faßt ihn und zieht ihn auf den Divan nieder

zu sich; dämonisch:) Du kommst mir nicht von der Stelle,bis Du alles gehört! Und wenn ich mit Dir ringenmüßte, Brust an Brust, das Weib gegen den Mann!

(Leise, gegen Hütten vorgebeugt:) Denkst Du noch anden Abend —? Der zweite wars vor Deiner Abreise.

— — Mein Vater war über Land geritten und vordem nächsten Morgen nicht zu erwarten, (Pause, Hutt-nsteht auf,) Da setze Dich zu mir, Ulrich, und höre michzu Ende! (Hütten folgt widerstrebend ; beide setzen sich,) Wirsaßen zusammen, eins ausgelöst im anderen. (Sie legtihren Arm um Hütten, Er will auf, Margarethe wild:) Bleib,Ulrich! — (flüsternd mit überwältigender Sinnlichkeit:) Ichweiß nicht, wie es kam. Das Weib gab sich dem Manngefangen. — Mir ist's wie ein Traum. Ich that es,ohne zu wollen. Ich dachte nicht — ich fühlte nur

--(glühend:) Ulrich, diese Nacht! — (leise schluchzend

hängt sie sich um ihn, Hütten macht sich sanft los und steht aus,)

— Zwei Tage später nahmst Du Abschied. Du ließestmir ein Andenken an jene Nacht —

Hutteil (erschrocken:) Gretchen!

Margarethe: Du warst fern, ich wußte nicht wo,als es mir offenbar wurde. Mein Vater ist strengund unerbittlich. Mir war bange, er möchte mich ver-stoßen in Schimpf und Schande. — Da kam der RitterOtto von Bergen —

Hutteil: Mein Freund?!

Margarethe: Er bot mir seine Hand —

Hütten: Du nahmst sie an?

Margarethe: Nahm an —

Hlltten: Und er weiß von nichts?,!

Margarethe: Von nichts!---Zwei Monde

nach Deiner Abreise war ich Frau von Bergen;--

weitere sieben — Mutter eines Sohnes.--

Bergen war glücklicher als ein Gott! — — (unterThränen verstohlen lächelnd:) Eine Frühgeburt, sag-ten sie!