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Ulrich von Hutten
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so wahr Gott mir helfe, es ist kein anderer als Ulrichvon Hütten!

Trier (lacht gezwungen:) Zeigt her!

Eck: Es ist ein sehr bedenkliches Buch! Die Banernwiegelt es ans und verspricht ihnen so zwischen denZeilen die Hilfe der Reichsritterschaft . Lest es nur.und

Trier (wirft das Buch heftig auf seinen Tisch:) Schafftmir Geld!

Eck: Aber so wollen

Trier : Keine Widerrede! Was bringt Ihrsonst?

Eck: Hier eine Epistel von des Kaisers Rat, Hein-rich von Nassau!

Trier : Nachrichten aus Flandern? Wasschreibt er?

Eck: Er ist bereits nach Worms zunickgekehrt.

Trier : So ist der Krieg zu Ende?

Eck: Robert von der Mark und die Fran-zosen sind völlig geworfen.

Trier : Die Pest ! Was schreibt Nassau?

Eck: Ihr möget ein Auge auf Sickingen undsein Treiben haben.

Trier : Ist Sickingen auch fchon aus Flandernzurück?

Eck: Seit einigen Tagen weilt er auf der Ebern-burg und viele Ritter sind um ihn. Auch Ulrichvon Hütten . Der kaiserliche Rat ist der Meinung,die Ritter möchten auf nichts Gutes sinnen und rätEuch daher, mit dem Landgrafen von Hessen und deinChursürsten von der Pfalz Euch zu verbünden. DerLanograf ist zu einem Bund gegen Sickingen geneigt,denn die Schmach, die ihm Sickingen in seiner Jugendangethan, hat seiu stolzes Herz uoch uicht verwunden;und Ludwig von der Psalz ist ernstlich gewillt, denStörungen des Landsriedens ein Ende zn machen. Wennnns Sickingen angreift, ist's immer sicherer, mirhaben Genossen.