Hand geworben. Wir haben etwa zehntausend Lands-knechte. Dabei können wir uns Rechnung machen aufstarken Zuzug von trierer Bauern.
Sergen: Und die andern Ritter? — Was habtihr mir zugedacht?
Hütten: Alle sammeln sie unter der Hand Truppen,und in derselben Nacht, in der mir vor Trier er-scheinen, sallen sie überall über die Fürsten her, werfensie nieder und in Trier stoßen sie mit uns zusammen.
Sergen: Und dann?
Hütten: Ein Reichstag wird nach Köln oder Aachen berufen, zn dem Ritter, Städte und Bauern ihre Ver-treter senden. Fürsten und Bischöse werden ihres Amtesentsetzt, und ihre Würde beseitigt. Der Kaiser wirdaufgesordert, die neue Ordnung anzuerkennen; weigerter sich, geht er des Thrones verlustig; das deutscheVolk wählt sich einen neuen Kaiser. — In Sachen desGlaubens sagen wir uns vom Papste los. Wir be-gründen eine deutsche Kirche mit deutschem Primas.
Sergen: Wer soll der sein.
Hütten: Der Erzbischof Albrecht von Mainz.
Sergen: Was?! — Der Erzbischof von Mainz ?!
Hütten : Er ist mit im Bunde Mein Vetter Fro winhat ihn selber und den ganzen Stistsadel gewonnen.— — Bewahre Schweigen über alles! Die andernwollen es so. — Mich kränkts, daß unser gutes Werkim Dunkeln reisen soll! Frei vor aller Welt darf essich zeigen. Zu schänden machen können sie's nicht!
(Sickingen und Zollern kommen in gewöhnlicher Klcicung.)
SilKingrn (fröhlich:) Bertha! Bring nns Wein!Die großen Hnmpen! — Vom allerbesten! — Wirhaben einen gnten Trunk verdient. — Und Deine Küchemag zeigen, was sie vermag!
(Bertha nb.)
Sickingtll (zu HüttenDas nenn' ich mir Freiheit!So lieb ich das Leben! — Will mich recken und strecken
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