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Ulrich von Hutten
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Andre: Wir wollen die Herren sein.

Ein Andrer: Mein Haus haben sie verbrannt!

Ein Andrer: Mein Vieh gestohlen!

Z. Lauer: Hört mich doch an! Der Hüttenhat mir versprochen

3. Lauer: Versprochen ?! Geh' zum Henker!Wir sind keine Esel! Kommt, wir gehen! Sollensehen, wie sie ohne uns fertig werden! Wenn Ihr dabei auch seid, geht Ihr mit uns!

is. Sauer: Die Fürsten und Ritter sollen ihre Händelallein ausmachen!

7. Lauer: Uns gehen sie nix an!Viele Lauern: Heim! Heim!3. Lauer: Feige Verräter!

<i. Lauer: Halt er sein Maul!

3. Lauer: Ihr seid toll! Wie geht's uns Bauern,wenn die Fürsten siegen?!

3. Lauer: Soll siegen, wer will! Fressen sollensie sich gegenseitig. Dann kommt der Bauer!

ti. Lauer: So ist's!

?. Laner: Dann kommen wir an die Reih'!3, Lauer: Wartet nur noch ein paar Jährchen.Dann sollt ihr was erleben!

K, Lauer: Laßt die Narren machen, was sie wollen!

8. Lauer (zum 3, Bauern:) Sei nit toll und geh'mit!3, Lauer: Ihr Hunde! Lauft davon! Scheert

Euch! Nur fort!

(Der weitaus größte Teil der Bauern geht johlend undsingend ab,)

3. Lauer: Die feigen Schweine!

1. Laner: Mir thut der Sickingen in derSeele leid,

2. Lauer: Und mir der Hütten. Der ist derHauptmann vom Ganzen, Gott steh ihm bei, wenn'sschief geht!

3. Laner: Gott steh' ihm bei! (Während derletzten Worte alle langsam ab,)