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Friede!: 's ist nur'der Linke. Komm' mit demrechten allein aus.
Sickiiigciu Und wenn Dem rechter mär, wie meinebeiden zusammen. Du bleibst! — Zwischen Euch beidenthut mir die Wahl weh'! — Geh' Du diesmal, Franz!— Dich brauch' ich ein andermal, Robert!
Frau;- Hurrah!
SicKingtn: Dies Schreiben bringst Du Fürsten-berg, gibst es ihm selber in die Hand! Wenn Dueinem Feind in die Finger läufst, gibst Du das Papierum keinen Preis heraus!
Frau; - Lieber verschluck' ich's, und wenn ich druman Magenkrämpfen zu Grund gehen müßt.
Sickingeiu Spute Dich! Reite Tag und Nacht!
Frnil): Mein Gaul soll vergessen, daß Sonnen-untergang schlafen gehen bedeutet, (ab.)
(Friede! und Nobert gehen nach dein Hinlergrund. Es tretenLandsknechte auf.)
Sirlnngcil (bemerkt Hütten und beobachtet ihn einen Augen-blick:) Hütten! (er hört nicht i auf ihn zutretend, lauter:)Hütten! (legt ihm die Hand auf die Schulter.)
hnttrn (schrickt leis zusammen:) Du?! —
Sickillgciu Ich habe zu Fürstenberg geschickt,zum dritten Male.
Hütten: Und wenn auch der nicht kommt?
SickimiNl: Fürstenberg kommt. Zollern auch.
Deß bin ich sicher.
HlltlNU Zollern kommt! (versinkt wieder in GedankenPause.)
Zickillliril: Ich habe Nachrichten —
Hütten'(eifrig:) Woher? Hat sich das Volk er-hoben? — Oder —
Sickingril: Traurige Nachrichten. Der C h urfttrstvon Köln hat den Sombref überfallen, der Herzogvon Kleve den Renneberg. Beide sind vernichtet.Sie hatten ihre Rüstungen noch nicht vollendet.