Druckschrift 
Ulrich von Hutten
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

Friede!: 's ist nur'der Linke. Komm' mit demrechten allein aus.

Sickiiigciu Und wenn Dem rechter mär, wie meinebeiden zusammen. Du bleibst! Zwischen Euch beidenthut mir die Wahl weh'! Geh' Du diesmal, Franz! Dich brauch' ich ein andermal, Robert!

Frau;- Hurrah!

SicKingtn: Dies Schreiben bringst Du Fürsten-berg, gibst es ihm selber in die Hand! Wenn Dueinem Feind in die Finger läufst, gibst Du das Papierum keinen Preis heraus!

Frau; - Lieber verschluck' ich's, und wenn ich druman Magenkrämpfen zu Grund gehen müßt.

Sickingeiu Spute Dich! Reite Tag und Nacht!

Frnil): Mein Gaul soll vergessen, daß Sonnen-untergang schlafen gehen bedeutet, (ab.)

(Friede! und Nobert gehen nach dein Hinlergrund. Es tretenLandsknechte auf.)

Sirlnngcil (bemerkt Hütten und beobachtet ihn einen Augen-blick:) Hütten! (er hört nicht i auf ihn zutretend, lauter:)Hütten! (legt ihm die Hand auf die Schulter.)

hnttrn (schrickt leis zusammen:) Du?!

Sickillgciu Ich habe zu Fürstenberg geschickt,zum dritten Male.

Hütten: Und wenn auch der nicht kommt?

SickimiNl: Fürstenberg kommt. Zollern auch.

Deß bin ich sicher.

HlltlNU Zollern kommt! (versinkt wieder in GedankenPause.)

Zickillliril: Ich habe Nachrichten

Hütten'(eifrig:) Woher? Hat sich das Volk er-hoben? Oder

Sickingril: Traurige Nachrichten. Der C h urfttrstvon Köln hat den Sombref überfallen, der Herzogvon Kleve den Renneberg. Beide sind vernichtet.Sie hatten ihre Rüstungen noch nicht vollendet.