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Vom Menschen : Versuch einer geistwissenschaftlichen Anthropologie / Werner Sombart
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Außerordentlich umfangreich geworden ist in der letzten Zeit die z. T. sehrreizende Literaturspezies derTiererzählungen oderTierbücher, in denen,der alte B r e h m in geschmackvoller Weise fortgesetzt wird. Diese Schriftenhalten nicht immer die Grenze der Tierfabel inne, und vielleicht liegt gerade?in dieser Verschwommenheit ihr Reiz. Aus neuerer Zeit nenne ich: B e n g t.Berg, Tiger und Mensch, 11. bis 20. Tausend, 1934. H. Mortimer Batten,.Tiere begegnen uns. Tiernovellen (!) (1932); F. St. Mars, Tiere unter Tieren..Tiernovellen. (1932). Ferner die zahlreichen und weitverbreiteten Tierbüehervon Svend Fleuron. Eine Sonderstellung nehmen bei uns Deutschen die-klassischen Tiergeschichten von Hermann Löns ein, wie dieGeschichten ausForst und Feld: Was ich unter Tieren erlauschte u. a. In diesen Büchern feiertdie oben erwähnte Vermenschlichungsneigung begreiflicherweise ihre Feste.