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Im Alter von weniger als 15 Jahre standen damals 105 ) inGroßbritannien und Irland . 42,4 vH.
Frankreich.31,2 „
Belgien.33,3 „
Schweden.32,1 „
Vereinigte Staaten .... 45,0 „
Andere körperliche Eigenschaften pflegen von der Bevölkerungsstatistiknicht ermittelt zu werden. Deshalb sind wir für alles das, was die Physio-gnomie betrifft, auf Beschreibungen angewiesen, wie sie uns die Ethno-graphie und Rassenforscher liefern. Ich komme im folgenden Kapitel aufsie zurück. Hier sei nur noch der Leibesgrößenmessungen gedacht,wie sie bei den Aushebungen zum Heeresdienste vorgenommen werden. Siesind hier und da veröffentlicht, bieten aber nur eine geringe Ausbeute. Was-an ihnen am meisten interessiert, ist die Frage: ob sich die Leibesgrößeinnerhalb eines und desselben Volkes verändert, was der Fall zu sein-,scheint: Die Männer werden in unserer Zeit größer. Das bestätigen Unter-suchungen für Dänemark 100 ), für Holland 100a ) und für den RegierungsbezirkFrankfurt a. 0. in Deutschland 107 ).
Nun soll noch auf einige Unterschiedlichkeiten aufmerksam gemachtwerden, die die Völker in der Bevölkerungsbewegung aufweisen.
Der Bevölkerungsstand eines Volkes, den wir im vorstehenden unter-sucht haben, ist „die Funktion von vier Variabein“, die sich auf zwei zusam-menrechnen lassen, das heißt: ist von vier veränderlichen Tatbeständen ab-hängig, die sämtlich der Bevölkerungs bewegung angehören. Das sind-
1. die Geburtenrate (Verhältnis der Zahl der Geburten zur Gesamtzahlder Bevölkerung);
2. die Sterberate (dasselbe für Todesfälle), deren Differenz die (natür-liche) Zuwachsrate der Bevölkerung ergibt;
3. die Auswanderungsrate;
4. die Einwanderungsrate, in deren Differenz die Wanderrate erscheint-
Dadurch, daß alle diese Tatbestände „variabel“ sind, weist die Gestal-tung der Bevölkerung die größten Unterschiede bei den verschiedenemVölkern und bei demselben Volke zu verschiedenen Zeiten auf.
Sehen wir uns zunächst die Geburtenrate der wichtigsten.Völker in der Gegenwart an, so ergeben sich zwei Gruppen: solchemit schwacher (unter 2,0 vH.) und solche mit starker (über 2,0 vH.) Ge-burtenzahl.
Geborene auf 1000 Einwohner im Jahre 1936 oder dem,nächsten vorhergehenden Zählungsjahr: