Folgt Aufzählung der Maßnahmen der Naturvölker zur Verminderung derBevölkerungszahl: dann fährt er fort: „S’aggiugnano poi alle cause sudette lesterilitä, le carestie, i cattivi influssi, i morbi contagiosi, le pestilenze, i terre-moti, le inondazioni de mare e de’fiumi e gli altri accidenti, cosi fatti, chedistruggendo hör una citta, hör un regno, hör un popolo, hör un altro, impedis-cono che’l numero de gli huomini non cresca immoderamente.“
Delle Cause della grandezza delle Citta. 1586 p. 76—79.
Sir Matthew Haie Primitive Organisation of Mankind 1667. Glaubt, daßdie Menschen in geometrischer Progression wachsen, wenn nicht cl^ecks dieVermehrung verhindern: Pest, Kriege, Überschwemmungen, Hungersnöte usw.
Daß die Menschen in geometrischer Progression sich vermehrten, nahmenferner an: Benj. Franklin, Observations concerning tlie Increase of Man-kind and the peopling of countries. 1751. Ad. Ferguson, Essay on theHistory of Civil Society. 1767. G. B. Ortes, Riflessioni sulla Populazione. 1792.
Die „Nationalökonomen“ des 18. Jahrhunderts betonen vor allem den engenZusammenhang zwischen Bevölkerungsvennehrung und Nahrungsmittelspiel-raum. So lesen wir bei James Stuart in den Principles of Pol. Ec. Vol. I.pag. 20: „when food has remaind for some time without augmentation or dimi-nution, generation will carry numbers as high as possible; if than food come tobe diminished, the spring is overpowerd, the force of it becomes less thannothing. Inhabitants will diminish at least in proportion to the overcharge. If, onthe other hand, food be increased . . . people will begin to be better fed; theywill multiply and in proportion as they increase in numbers, the food will becomescarce again.”
Kürzer äußert denselben Gedanken der ältere M i r a b e a u im Ami desHommes (Chap. II): „La mesure de la subsistance est celle de la population.”
Ebenso Herrenschwand im Discours fondamental sur la population.1786.: „Die Vermehrung des Menschengeschlechts hat keine Grenzen; dagegensind die Lebensmittel beschränkt: bis zu deren Grenzen können die Menschensich vermehren.“
Übersichten über die ältere bevölkerungstheoretische Literatur enthalten:R o b. M o h 1, Geschichte der Staatswissenschaften usw. Band III. 18. Char-les E. Stangeland, Pre-Malthusian Doctrines of Population; in Studies inHistory, Economics and Public Law; Columbia University . Vol. XXI. No. 3.1901. (Vortrefflich.) L. Elster, Bevölkerungslehre im Handwörterbuch derStaatswiss.; erste Auflage, A. M. Carr-Saunders , The PopulationProblem. 1922.
In diese Gruppe von Bevölkerungstheoretikern gehören auch alle dieVerfertiger von Sterblichkeitstafeln, also die Begründer der modernen,statistischen Methode, die wir im 16. Kapitel kennen gelernt haben: dieGraunt, Halley, Petty, aber auch die Süßmi 1 ch und Genossen.Sie bauen ihre Lehren doch auch auf auf einer naturgesetzlich be-gründeten Regelmäßigkeit der Bevölkerungsbewegung. Daher ihre Voraus-berechnung der Geburten und Sterbefälle, die im Grunde nichts anderesals Gegenstücke zu den Sternrechnungen der Astronomen sein sollten. Daßdie Ergebnisse weniger sichere waren als die der Newton und ihrer