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die nach den einen turanisches, nach den andern mongoloidesGepräge hat;
3. Die sog. skandinavische Rasse: groß, langschädlig, hell-haarig, hellhäutig, blauäugig;
4. Die alpine oder ligurische Rasse: breitköpfig, dunkelhaarig,den Lappen und Finnen verwandt.
Die Angehörigen dieser vier Rassen bewohnten Großbritannien während der jüngeren Stein- und der Bronzezeit; alle sich ver-mischend. Aus ihnen bestand die großbritannische Bevölkerungbeim Auftreten der Kelten. Es folgt nun
5. die k e 11 i s c h e Einwanderung. Die Kelten sind das Produkt dreiergroßer Stämme: der Kelten, Goidels und Brythons, die untereinan-der gemischt waren und mit zwei bereits gemischten Stämmen derjüngeren Steinzeit in Gallien sich gemischt hatten. Diese fünfVölkerschaften bilden die „vor-römische“ Bevölkerung Großbritan-niens , von der der größte Teil der Engländer und Schotten ab-stammt.
Nun beginnt „die Geschichte Englands “; es folgen:
6. die römischen Garnisonen, bestehend aus den verschieden-artigsten Völkerschaften: Sarmaten, Spanier, Portugiesen, Belgier,Dalmatiner, Pannonier, Afrikaner, Cilicier, Quaden, Markomannen,Dacier, Mohren, Thrazier u. a.
7. Die Händler, „die den römischen Adlern nachziehen“ und eben-falls aus aller Herren Länder stammten;
8. die Eroberung durch die Angelsachsen, ein ausgesprochenesMischvolk. Die drei Namen Angeln, Sachsen , Jüten bezeichnen Kon-föderationen von Stämmen sehr verschiedener Art. Unter den Er-oberern befinden sich: Angeln (wahrscheinlich Skandinavier), Sach-sen, Jüten, Dänen, Friesen (Batavier), Rugier, Brukterer, Gothen,Vandalen, Finnen- Hunnen, u. a., die ebensoviele verschiedeneSprachen sprachen.
9. Die dänische Einwanderung;
10. die normannische Einwanderung.
Dazu kommt aber die Einsickerung (infiltration) der Flamen,.Franzosen, Italiener , Spanier: „foreigner from every quarter ofthe globe“, namentlich seit Eduard III . 179 ).
Für Frankreich findet sich das Material zusammengestellt in•dem schon öfters angeführten Werke von MartinSt. L 6 o n.Danach vollzieht sich der Aufbau des französischen Volkes wiefolgt;